Erlös der Tombola zugunsten des Tierheims Lindern ermöglicht auch neue Projekte

„Waschstraße“ für Neuzugänge

Visite bei den flauschigen Langohren: Auszubildender Florian Höfler im neuen Kaninchenhaus des Tierheims Lindern.
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Visite bei den flauschigen Langohren: Auszubildender Florian Höfler im neuen Kaninchenhaus des Tierheims Lindern.

Sulingen – „Wir müssen eigentlich ganz Sulingen Danke sagen“, freut sich Marita Görges, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Sulingen und Umgebung. Der Grund: Die Tombola zur Unterstützung des vom Verein betriebenen Tierheims in Lindern sei ein „voller Erfolg“ gewesen.

Der Dank gelte sowohl den Unternehmen, die Preise gestiftet und dem Verein Los-pakete abgenommen hätten, als auch den Bürgerinnen und Bürgern, die die Lose kauften, ergänzt Christine Nordenholz, Mitglied im Aufsichtsrat des Vereins und Mitorganisatorin der Tombola. Alle 5 200 Lose seien verkauft worden, und der Verein habe noch zusätzliche Spenden erhalten. Der Großteil der Gewinne sei mittlerweile auch schon abgeholt, und falls etwa übrig bleiben wird, komme in die Tombola im kommenden Jahr – wenn hoffentlich wieder der „Tag der offenen Tür“ zu Pfingsten veranstaltet werden könne.

Die Tombola sei aber nicht nur in finanzieller Hinsicht ein Erfolg für den Verein, betont Marita Görges: „Ich bin öfters in der Stadt darauf angesprochen worden, und viele Leute haben sich auch daran erinnert, dass sie sowieso noch Sachen zum Tierheim bringen wollten. Das hat uns wieder viel Aufmerksamkeit gebracht.“ Auffällig sei auch gewesen, dass die Futterboxen für das Tierheim nun wieder schneller gefüllt seien, auch vor der Tierheimpforte seien mehr Spendenpakete abgestellt worden.

Nun seien auch neue Projekte möglich, kündigt die Vorsitzende an. Eingerichtet werden könne jetzt die bereits vor der Corona-Pandemie geplante „Waschstraße“ für Tiere: Dabei handelt es sich um eine spezielle Dusche, ergänzt um Rotlicht und Föhn im Nebenraum. Neuzugänge seien häufig stark verschmutzt und müssten zunächst einmal gründlich gesäubert werden, und die Zahl der vernachlässigten Tiere, die das Heim aufnehmen müsse, habe zuletzt zugenommen. Ebenfalls neu ist das Kaninchenhaus in einem umgebauten Carport: Das sei notwendig geworden, nachdem das Veterinäramt sechs Kaninchen aus schlechter Haltung geholt habe. Die Auszubildenden des Tierheims hätten dafür eigens kleine Häuschen gebaut, und von benachbarten Landwirten habe der Verein Heu und Stroh als Spende erhalten. Nun seien die Tiere wieder munter und könnten vermittelt werden.

„Wir können wirklich zufrieden sein, denn wir sind mit einem ,leicht angeblauten Auge‘ durch das Corona-Jahr gerutscht“, bilanziert Christine Nordenholz. Mit dem Erlös der Tombola sei 2020 abgedeckt, fügt Görges hinzu, aber: „Wir müssen für das nächste Jahr gucken.“ Vor allem der Kirchdorfer Herbstmarkt werde bei den Einnahmen fehlen. Dennoch: „In den 36 Jahren seit unserer Gründung haben wir nicht ein Mal Schulden gemacht.“

Wichtigste Aktivposten seien die Ehrenamtlichen, zu denen auch noch ein Teil der Gründungsmitglieder und jüngst neu hinzugekommene Helfer zählen: „Ohne die geht es gar nicht.“ Einen Termin für die Jahreshauptversammlung, bei der auch Wahlen anstünden, gebe es übrigens aufgrund der geltenden Bestimmungen noch nicht. Sehr gut sei die tierärztliche Versorgung der Schützlinge, im Team gebe es einen großen Zusammenhalt und auch die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt laufe gut. Görges: „Wir müssen jeden Tag strampeln, aber es macht immer noch Spaß.“

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