Kooperation zwischen dem Kulturverein Sulingen und dem Theater Nienburg

Vorteil für die Opernfreunde

Jörg Meyer und Ariane Hanselmann mit Plakaten aus der Nienburger Saison 2016 – die neuen sind noch nicht fertig. - Foto: sis

Sulingen - Ein ganzes Orchester, Chor, Solisten, Theater, opulente Ausstattung, tolle Bühnenbilder – die Erwartungen an eine Oper oder Operette sind hoch. Aber so nicht in jedem Theater erfüllbar, zumeist fehlt der Orchestergraben – wie in Sulingen. Anders aber im Theater in Nienburg. Und so sind sich Ariane Hanselmann (Geschäftsführerin Kulturverein Sulingen) und Jörg Meyer (Vertriebsleiter Fachbereich Kultur der Stadt Nienburg) rasch einig: „Wir müssen zusammenarbeiten.“ Es profitieren: die Bürger.

Laut Meyer haben die Nienburger Kulturschaffenden im Theater auf dem Hornwerk noch „Luft im Musikabonnement“, also noch freie Plätze. Und die Sulinger Kollegen – „Manchmal muss es einfach die ganz große Oper sein“ – können den Oper- und Operettenfreunden ein besonderes Bonbon bieten: Sie erhalten die Eintrittskarten zu vier Veranstaltungen zum Vorzugspreis.

„Die verkaufte Braut“, eine Oper nach Friedrich Smetana, wird am Dienstag, 15. November, um 20 Uhr gezeigt. Zum „Großen Neujahrskonzert“ reisen die Musiker der Hildesheimer Philharmonie am Samstag, 7. Januar 2017 (Beginn: 18 Uhr) an. „Don Giovanni“, eine Oper von Wolfgang Amadeus Mozart, wird am Mittwoch, 1. März 2017, um 20 Uhr gespielt und „Der Zigeunerbaron“ (Operette von Johann Strauß) gibt sich gleich zweimal die Ehre: Am Sonntag, 19. März, um 16 Uhr und am Montag, 20. März, um 15 Uhr.

Wer Karten zum Vorzugspreis buchen möchte, wende sich an die Geschäftsstelle des Kulturvereins Sulingen – auch, damit die Fahrt nach Nienburg abgestimmt werden kann. „Es sollen gerne Fahrgemeinschaften gebildet werden. Wenn genügend Gäste aus Sulingen zu einer der Veranstaltungen nach Nienburg reisen möchten, könnten wir auch einen Bus bestellen“, erklärt Ariane Hanselmann. Laut Jörg Meyer verfügt das Nienburger Theter über gut 600 Sitze, im Orchestergraben nehmen im Schnitt gut 30 Musiker Platz: „Live-Musik ist eben ein Qualitätsmerkmal“, sagt Meyer. Nach seinen Angaben überzeuge das Ensemble des Theaters für Niedersachsen aus Hildesheim mit hoher Spielfreude – und liefere musikalisch und schauspielerisch hervorragende Leistungen. „Unterhaltsam, witzig – Operette ist das Musical von früher“, freuen sich beide Kulturschaffenden über die neue Kooperation.

Ihr gemeinsames Ziel ist, die Aufführungen vor möglichst gefüllten Häusern stattfinden zu lassen. Konkurrenz – nein, wieso denn? Jeder Kulturgast sei wichtig, egal in welchem Theater. „Wenn wir ausverkauft sind und in Sulingen läuft die selbe Produktion an einem anderen Termin, dann weisen wir unsere Kunden darauf hin“, erklärt Meyer. Gleiches gelte auch für die Sulinger. Hier sei die Nachfrage nach Oper und Operette nicht so groß, dass sich eine Buchung ins Stadttheater rechnen würde, sagt Ariane Hanselmann – für die Freunde von Liebe, Leidenschaft und Mord im Operngewand biete sich durch die Kooperation aber die Chance auf ein gemeinschaftliches Erlebnis im nahen Nienburg.

Das Theater für Niedersachsen bietet bei seinen Produktionen stets eine Einführung an. Das nutzen in Nienburg regelmäßig etliche Zuschauer, lauschen eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn den erklärenden Worten des Dramaturgen zum Stück. So werde ein Spannungsbogen geschaffen, der den Gast neugierig macht auf die Aufführung, berichtet Meyer. 

sis

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