Krimi-Dinner-Premiere der Theaterfreunde Lessen ist ein voller Erfolg

Vier Gänge und eine Leiche

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Auch die Gäste waren aufgerufen, ihren kriminalistischen Spürsinn einzusetzen.

Groß Lessen - Von Martina Kurth-Schumacher. Johann L’amour, Maître d’hotel, wies den Gästen des Krimi-Dinners höchstpersönlich die Plätze zu. Oliver Fischer schien die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein: Mit den passenden Floskeln und entsprechender Gestik und Mimik sorgte er für einen Auftakt, der einen unterhaltsamen Abend versprach. Die 110 Gäste wurden nicht enttäuscht. Ihnen schmeckte nicht nur das Vier-Gänge-Menü, sondern auch das Event.

Die Begrüßungszeremonie von Johann L’amour wird jäh unterbrochen: Küchenjunge Peter Vogel (Hendrik Fischer) platzt mit der Hiobsbotschaft in den Saal, dass der „Chef de cuisine“ nicht zur Arbeit erschienen ist. Ein Anruf der Polizei klärt den Umstand auf: „Marc-André liegt mausetot in seiner Wohnung.“

Die bekannte Restaurantkritikerin Rosmarie Laub (Isabell Reinke), ehemals rechte Hand von Starkoch Paul Bocuse, ist unter den Gästen. Sie bietet sich spontan an, die Regie über das Küchenpersonal zu übernehmen. Währenddessen macht sich Polizeiinspektor Schreiber (Wolfgang Voß) auf Spurensuche. Und bezieht die Gäste des Krimi-Dinners in seine Ermittlungen ein.

„Mord hat keine Kalorien“ lautet der Titel der Dinner-Krimikomödie von Renato Salvi, die die Lessener Theaterfreunde zusammen mit dem Team des Gasthauses Husmann am Samstagabend perfekt in Szene setzten. Wer ist der Mörder? Was ist sein Tatmotiv? Die Besucher hatten sichtlich Spaß, mitzuraten. Jeder Tisch war aufgerufen, einen Tipp abzugeben. Die Gruppe mit dem besten kriminalistischen Instinkt erhielt zur Belohnung zwei Flaschen Sekt. Die Idee zum Projekt „Krimi-Dinner“ stammt von Wolfgang Voß. Auf der Generalversammlung hatten die Theaterfreunde beschlossen, die Idee in diesem Frühjahr umzusetzen. Aus der Mitte der Mitglieder fanden sich mit Wolfgang Voß und Oliver Fischer zwei routinierte Spieler sowie die „Newcomer“ Hendrik Fischer und Isabell Reinke, die länger zurückliegende Theatererfahrung aus der Jugendfeuerwehr mitbrachten. Ensemble und Küchenpersonal standen vor einer ganz neuen Herausforderung, die sie perfekt meisterten.

Aufgrund des großen Interesses im Vorfeld – es gab doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze – und der überwältigenden Resonanz auf die Premiere planen die Theaterfreunde in Kooperation mit dem Gasthaus Husmann zwei Neuauflagen, für den 11. und 17. Juni. „Das Menü werden wir abändern, wir servieren saisonale Spezialitäten in vier Gängen“, kündigte Jens Fischer an.

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