Künftiger Bürgermeister bereitet sich vor

„Vier Baustellen“ beschäftigen Sulinger Patrick Bade

Ein Mann studiert Unterlagen an seinem Schreibtisch.
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Verschiedene Möglichkeiten zur Vorbereitung auf seine Aufgaben als Bürgermeister nutzt Patrick Bade.

Sulingen – „Das ist gerade eine spannende Zeit“, findet Patrick Bade. Und eine arbeitsreiche dazu, denn er muss sich vorbereiten auf seine künftigen Aufgaben als Sulinger Bürgermeister. „Vier Baustellen“ beschäftigen ihn momentan, wie er selbst sagt.

Zunächst einmal gehe es darum, alle Kunden seines Unternehmens „2 Care“ GmbH weiter so gut zu versorgen wie vorher. Viele von ihnen hätten schon geäußert, dass sie seinen Abschied bedauern.

Als zweite Baustelle nennt Bade die Zukunft seines Unternehmens, mit dem er gerade erst einen neuen Standort im Obergeschoss der Seniorenwohnanlage an der Langen Straße 96 c in Sulingen bezogen hat. Da gehe es darum, durch das Finden neuer Gesellschafter und Mitarbeiter die Firma in die „bestmöglichen Hände“ zu übergeben: „Das ist mir eine Herzensangelegenheit, denn ich möchte mich ab dem 29. November voll und ganz auf das Amt des Bürgermeisters konzentrieren.“

Fortbildung beim Niedersächsischen Städtetag

Die kommunalpolitische Arbeit in der laufenden Wahlperiode bleibe als dritte Baustelle – aber die vierte und umfangreichste sei die Vorbereitung auf die neuen Aufgaben. Eine Möglichkeit dabei ist die Unterstützung durch den Niedersächsischen Städtetag in Hannover. Dort besuchte Patrick Bade am vorigen Wochenende eine Fortbildungsveranstaltung, an der insgesamt zwölf neu gewählte hauptamtliche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie eine Oberbürgermeisterin teilgenommen hätten. „Da waren auch einige Quereinsteiger so wie ich dabei“, berichtet der Unternehmer und examinierte Krankenpfleger.

An zwei Tagen seien sie in verschiedene Themen eingeführt worden – Kommunalfinanzen und Haushalt, Bau- und Vergaberecht, Bildung und Schulen sowie, als größter Block, die Niedersächsische Kommunalverfassung. „Das war total interessant, aber ich habe gemerkt, dass es ein ganz neuer Bereich ist, in den man sich erst einarbeiten muss.“ Das Einarbeiten in neue Themen sei er als Selbstständiger und Kommunalpolitiker gewohnt. Vom Städtetag sei den Teilnehmern zudem angeboten worden, ihnen als Interessensvertretung der Kommunen bei Bedarf zu helfen.

Kommunalverfassung als Abendlektüre

Die Hauptaufgabe bei der Vorbereitung sei das Netzwerken – „hauptsächlich, um mich kommunalrechtlich und verwaltungstechnisch auf den Stand zu bringen.“ Dazu spreche er mit verschiedenen amtierenden und ehemaligen Verantwortlichen. „Da habe ich schon viele gute Tipps bekommen, gerade auch für die ersten Tage und Wochen.“ Auch aus der Sulinger Stadtverwaltung habe er schon Informationen eingeholt, und „die Kommunalverfassung ist gerade meine Abendlektüre.“ Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsteam: „Wir haben in allen Bereichen exzellentes Personal und ich habe großes Vertrauen in die Fachbereichsleiter.“ Durch seine kommunalpolitische Tätigkeit kenne man sich ja schon ein paar Jahre.

Neben dem Städtetag gebe es weitere kommunale Fortbildungseinrichtungen, und da werde er voraussichtlich im November noch ein Seminar besuchen. Zudem horche er auch schon in die Wirtschaft hinein und befasse sich mit der Bahn, sowohl in Bezug auf eine Reaktivierung als auch auf eine Kreuzung der Trasse am Stellwerk – „aber nur als Kommunalpolitiker und interessierter Bürger“, betont Patrick Bade. Sein großer Vorteil sei, dass er schon seit 44 Jahren Sulinger ist und sich ein gutes Netzwerk aufgebaut habe. Das helfe ihm weiter, auch bei fachlichen Fragen: „Ich hatte nie Probleme damit, jemanden zu fragen, wenn ich etwas nicht weiß.“

Als erste Amtshandlung plant er, sich im Rathaus allen vorzustellen und in den ersten Wochen jede der städtischen Einrichtungen zu besuchen. Auch von Vereinen und sozialen Einrichtungen gebe es schon viele Anfragen.

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