Jörn G. Nordenholz wirbt für angestrebte Volksbanken-Fusion

„Viele Vorteile für alle Seiten“

Auf die Zustimmung der Mitgliedervertreter zur Verschmelzung hofft Jörn G. Nordenholz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank eG, Sulingen. Foto: VolksbanK
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Auf die Zustimmung der Mitgliedervertreter zur Verschmelzung hofft Jörn G. Nordenholz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank eG, Sulingen.

Sulingen – Die Ankündigung der Vorstände der Volksbanken Sulingen und Aller-Weser, eine Fusion unter dem neuen Namen Niedersachsen-Mitte anzustreben (die Kreiszeitung berichtete), hat Einwohner, Kunden und Mitglieder im Geschäftsgebiet überrascht – und teils auch irritiert. Jörn G. Nordenholz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank eG, Sulingen, nimmt zu dem Vorhaben auf Anfrage der Redaktion Stellung.

Bei der Festlegung von Hoya als Hauptsitz habe sich die größere der beiden Banken „über den Tisch ziehen lassen“, lautete der Vorwurf in einem Leserbrief. Das kann Nordenholz nicht nachvollziehen: „Es geht rein sachlich um eine pragmatische Lösung.“ Der Name Niedersachsen-Mitte sei Programm, und die geografische Mitte Niedersachsens liege in Hoyerhagen, deswegen habe man Hoya als Sitz bestimmt. Die Standortwahl sei allerdings eher eine juristische und postalische Frage. „Viel wichtiger ist unser Niederlassungsmodell: Wir wollen die Regionen wieder mehr beleben.“

Dieses Modell, das vier Niederlassungen für die Bereiche Grafschaft Hoya, Sulingen, Diepholz-Barnstorf und Verden vorsieht, folge auch den Erkenntnissen aus der Fusion der Volksbanken Sulingen und Diepholz-Barnstorf im Jahr 2018. „Das ist gut gelaufen, und wir haben viele positive Erfahrungen gemacht“, stellt Nordenholz fest, „aber jetzt wollen wir die Dezentralisierung stärker nach vorne stellen, aufgrund des größeren Geschäftsgebiets.“

Dieses Modell zähle zu den größten Vorteilen der Fusion für die Kunden, wirbt der Vorstandsvorsitzende: „Wir wollen Entscheidungskompetenz in die Region verlagern.“ In allen Niederlassungen werde es Spezialisten geben – so könne schneller entschieden werden, bei kurzen Wegen für die Kunden.

Ganz wichtig sei auch die Größe der neuen Volksbank für die Kunden, denn als größere Bank ließen sich auch größere Kreditgeschäfte abwickeln. „Wir wachsen mit unseren Kunden mit, und so können wir Kreditgeschäfte selbst darstellen, die wir sonst an unsere Partner – wie die DZ Bank – vermittelt hätten; damit bleibt die Wertschöpfung auch in der Region.“

Eine größere Bank sei auch attraktiver für Mitarbeiter: „Wir können uns noch weiter spezialisieren und wollen uns mit weiteren Geschäftsfeldern auseinandersetzen.“ Dazu gehöre das geplante Business-Center – die weiteren Ideen befänden sich noch im Projektstadium.

Das Zustandekommen der Fusion ist von zustimmenden Beschlüssen bei den Vertreterversammlungen beider Volksbanken abhängig. Jörn G. Nordenholz: „Es wäre schade, wenn die Vertreter den Vorschlägen nicht folgen, weil wir darin viele Vorteile für alle Seiten erkennen. Wir können die Herausforderungen gemeinsam viel besser bewältigen.“

Entscheidung im Oktober

Über die Fusion sollen die Vertreterversammlungen beider Banken per Vorausbeschluss zum 1. Januar 2021 abstimmen. Laut Kirsten Dauelsberg, Leiterin Marketing der Volksbank Sulingen, tagt das Mitgliedergremium der Volksbank Aller-Weser am 13. Oktober, die Vertreterversammlung der Sulinger Volksbank folgt am 15. Oktober.

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