Reload: Malik Tharia verantwortlich für Infrastruktur

Viele helfende Hände beim Reload

„Während des Festivals ist vor dem Festival“, sagt Malik Tharia (rechts). Er verantwortet die Planungen der Infrastruktur. Einer der freiw- illigen Helfer ist der Sulinger Lutz Kordes.

Sulingen - „Während des Festivals ist vor dem Festival.“ Malik Tharia blättert in der Handakte, sichtet die Notizen der Vorjahres-Veranstaltung. Die Tage für den 33-Jährigen werden länger. Vor und während des Aufbaus zum Reload Festival am Freitag und Sonnabend, 25. und 26. August („Im langen Lande“, südöstlich des Stehlener Kreuzes), übernimmt der Bauingenieur die Verantwortung für die Infrastruktur; damit unter anderem auch die für die Bereiche Wasser und Abwasser, Stromversorgung, den Zeltbau und den Fuhrpark. „Das spielt sich Jahr für Jahr besser ein“, sagt Tharia. „Auch, weil wir viele freiwillige Helfer haben, die sich in den Dienst der guten Sache stellen.“ Einer von ihnen ist der Sulinger Lutz Kordes.

Kordes, Inhaber des gleichnamigen Meisterbetriebes für Sanitär, Heizung und Solar, gehört seit dem Festival 2016 fest zum Team Infrastruktur, und unterstützt, wie seine Mitarbeiter, die Veranstalter ehrenamtlich. Malik Tharia: „Wir möchten die Unterstützung der Freiwilligen nicht mehr missen.“

Malik Tharia steht seit dem Vorjahr in der Organisation des Festivals in der Verantwortung. Der Kontakt war über den Sulinger Gunter Koop zustande gekommen. Den hatte der heute 33-Jährige früher bei Veranstaltungen in der Sulinger Edenhalle unterstützt. Koop ist Gesellschafter der Reload Event GmbH. Tharia: „2013 habe ich erstmals beim ‚Reload‘ mit meinem Radlader geholfen. Das wurde dann immer mehr und immer mehr.“ 2015 unterstützte der Bau-Ingenieur erstmals bei den Planungen im Bereich Infrastruktur. „Und seit 2016 plane ich in dem Bereich nahezu alleine.“

Lutz Kordes hatte sich 2015 erstmals angeboten, um beim Festival mit Sach- und Fachverstand zu helfen. „Ich fand das damals schon klasse“, erinnert sich Malik Tharia. „Wir hatten kurz gesprochen – und 15 Minuten später rückte der Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister an. Und dann hat sich das eben so ergeben.“

Aufbau zum Reload Festival 2016: Die Bühnenarbeiten gehören nicht zu den Aufgaben von Malik Tharia und Lutz Kordes.

Malik Tharia und Lutz Kordes arbeiten seitdem Hand in Hand. Während Tharia nach wie vor die Gesamtverantwortung für den Bereich Infrastruktur trägt, lenkt Kordes das Team Wasser- und Abwasser; angefangen bei den Planungen der Ver- und Entsorgung während des Festivals bis hin zum Rückbau mit Festivalende.

Tharia: „Wir haben schon letztes Jahr analysiert, was besser zu machen ist. Wir gucken aber auch bei anderen Festivals, wie die Kollegen sich den Herausforderungen stellen.“ Lutz Kordes: „Wir treffen uns regelmäßig um uns abzustimmen; das ganze Jahr über – jetzt, kurz vor dem Festival, natürlich öfter.“ Malik Tharia: „Die eine Hand weiß immer, was die andere macht. Am schönsten ist es immer, wenn wir am Freitagabend das Infield aufmachen und die Leute sagen: Es läuft alles. Es sind ganz viele Rädchen, die ineinandergreifen. Gelder fließen dabei gar nicht.“

„Für keine Arbeit zu Schade“

Kordes zu seiner Motivation: „Ich bin froh, ein Rad des Ganzen sein zu dürfen. Da ist man sich auch für keine Arbeit zu schade.“ Er, der als Vorsitzender eines Kulturfördervereins Sulingen in den 90-Ern noch selbst in der Region Veranstaltungen auf die Beine gestellt hatte, macht keinen Hehl aus seiner Vorliebe für Festivals. „Es ist toll, dass wir so etwas in Sulingen haben. Deshalb unterstütze ich das ‚Reload‘ und werbe auch dafür, dass andere nachziehen. Das Festival ist einfach gut für Sulingen – und macht die Stadt populär.“

Vor und während des Festivals ist der Sulinger unter anderem Herr über 3 000 Meter Frischwasserleitungen, 30 Abwasserpumpen und 1000 Meter Abwasserleitungen.

Die Bemühungen der Stadt Sulingen, ab 2017 die Infrastruktur auf dem Veranstaltungsgelände „Im langen Lande“ zu optimieren, begrüßen die Partner. „Große Klasse“, sagt Lutz Kordes. Malik Tharia findet das Gelände ohnehin „bombastisch“: „Die Lage ist toll – und ein solches Ambiente findet man auch eher selten.“

oti

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Einweihungsfeier der neuen Dorfstraße in Neddenaverbergen

Einweihungsfeier der neuen Dorfstraße in Neddenaverbergen

Stock-Car-Rennen in Martfeld

Stock-Car-Rennen in Martfeld

Einsatz in Marseille: Auto rast in Bushaltestellen

Einsatz in Marseille: Auto rast in Bushaltestellen

Barnstorfer Ballonfahrer-Festival mit Happy End

Barnstorfer Ballonfahrer-Festival mit Happy End

Meistgelesene Artikel

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Ballon-Fahrer-Festival: Fantastische Aussichten nicht nur in der Luft

Ballon-Fahrer-Festival: Fantastische Aussichten nicht nur in der Luft

55. Dümmerbrand in Hüde: Feuerwerk mit besonderem Charme

55. Dümmerbrand in Hüde: Feuerwerk mit besonderem Charme

Viel Wein – und sehr viel Regen

Viel Wein – und sehr viel Regen

Kommentare