Verwöhnprogramm für die Sinne

Beifall für das Schokoladenkonzert in Sulingen

In der Pause suchte Christina Rommel den Kontakt zu ihren Fans, Treffpunkt: Schokoladenbrunnen, an dem sich die Besucher bedienen durften. - Fotos: Kurth-Schumacher

Sulingen - Von Martina Kurth-Schumacher. Christina Rommel war trotz der vielen leeren Plätze im Stadttheater unerschütterlich gut gelaunt. „Ich werde euch auf den Abend eingrooven“; versprach sie den 200 Gästen, die am Samstag der Einladung des Kulturvereins zum „Schokoladenkonzert“ gefolgt waren. Nach knapp drei Stunden hatte sie ihre Mission, das Publikum mit „Musik und Schokolade glücklich zu machen“, erfüllt: Rundum sinnesverwöhnt spendeten die Besucher den Bühnenkünstlern anhaltenden Beifall.

Sulingen war die 15. von 50 Stationen zwischen Bad Langensalza (Thüringen) und New York, die Christina Rommel & Band im Rahmen ihrer aktuellen Tour ansteuern. Mit der Verbindung von eingängigem deutschen Rock-Pop und der Verkostung von edelsten Schokoladen hat die charismatische Sängerin und Songschreiberin Christina Rommel ein Format gefunden, das seinesgleichen sucht. Die sechsköpfige Live-Band und Chocolatier Dirk Beckstedde boten eine Super-Performance.

Während Dirk Beckstedde im Takt der (Genuss-)Musik in seinen Schüsseln rührte, besang Christina Rommel mit starker Stimme perfekte Schokoladenmomente und die Sehnsucht nach mehr. Sie hatte großartige Musiker um sich versammelt, die einen mitreißenden rhythmischen Soundtrack lieferten. „Schokolade ist ein Heilmittel gegen Schlechtwetter, Bürokratiefrust und Depressionen“, erklärte Rommel in kleinen Geschichten rund um das „braune Gold“. Dass Kakao bei den Urvölkern als Trank der Götter“ galt, Kakaobohnen im Mittelalter eine gefragte Währung waren und Schokoladen-Junkies in Belgien auf Briefmarken mit Kakaoöl-Gummierung zurückgreifen können, gehörten zu den „Insider“-Informationen am Rande.

Die Sulinger Schokoladenmädchen machten den Genuss für das Publikum greifbar.

„Eine Runde Schokolade für alle“, hieß es vier Mal im Laufe des Konzerts. Unterstützt von Christina Rommel höchstpersönlich servierten die Sulinger Schokoladenmädchen Sina Marie, Jella, Ann-Kathrin, Rosa, Mareike, Ronja und Lena Trüffel-Pecarés bis in die letzten Reihen: „greifbar und essbar gewordenes Glücksgefühl“ in den Geschmacksrichtungen Zartbitter, Nuss-Nougat, Himbeer-Prosecco und Chili-Kirsch. In der Pause suchte die sympathische und publikumsnahe Künstlerin den Kontakt zu ihren Fans, Treffpunkt: Schokoladenbrunnen, an dem sich die Besucher bedienen durften.

Ein Sonderauftrag für die Brandsicherheitswache: Christina Rommel bat im zweiten Teil Maike Riedemann und Niels Harms von der Freiwilligen Feuerwehr als Testpersonen auf die Bühne und gab praktische Anleitungen zum ultimativen Schokoladengenuss: Entscheidende Komponenten sind die Vorfreude bei Kerzenschein und Musik sowie die Optik, der Geruch und der Snap-Sound der Schokolade beim Abbeißen.

„Ihr habt euch nicht für den Sulinger Martinsumzug entschieden, nicht für die Karnevalsfeier – damit habt ihr hoffentlich alles richtig gemacht“, sagte Christina Rommel. Das Publikum pflichtete ihr bei und ließ sich zu einem Ständchen für den Chocolatier hinreißen: „Wir steh‘n auf Schokolade“, hieß es in Abwandlung des Refrains – ein nachdrückliches Bekenntnis zum „Heißhunger nach dem Paradies“.

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