Jens Fröhlke beendet seinen Lebenslauf am Sonntag

Vertrauen in die Menschen

Jens Fröhlke (r.) machte jetzt Station bei seinem Freund, Sulingens Pastor Jörg Schafmeyer. Und nahm sich die Zeit für ein kurzes Gespräch über seinen Lebenslauf. - Foto: Behling

Sulingen - Am Sonntag will Jens Fröhlke seinen „Lebenslauf“ beenden. Station auf dem Heimweg machte der Harpstedter jetzt in Sulingen, bei einem Freund, Sulingens Pastor Jörg Schafmeyer.

Aufgeregt, bedrückt, dankbar, entschlossen: Vieles würde auf Jens Fröhlke passen, der ein Jahr lang quer durch die Bundesrepublik gewandert und getrampt ist. Im Gepäck nun weitaus mehr als die sichtbaren 15 bis 20 Kilo im Rucksack. Aufgeregt, weil er gewonnene Erkenntnisse weitergeben kann. Bedrückt, weil sich sein persönliches Leben durchaus ändern wird. Dankbar, weil es so viele Gleichgesinnte gibt und seine Ideen keine Utopien sind. Entschlossen, weil Jens Fröhlke sein Leben radikal ändern wird. Das Jahr auf Tour sollte ohne Geld absolviert werden – das hat funktioniert. Und es soll auch künftig funktionieren. Wie, daran wird der Buchhändler seine Freunde teilhaben lassen – via Facebook, wie bereits an der gesamten Wanderung.

Es beeindruckt immer, wenn Menschen nicht nur träumen, sondern Taten folgen lassen. Machen. Wie Jens Fröhlke, der seinen Entschluss als Ehemann, Familienvater, Arbeitgeber erstmal sondieren musste. „Die Angst abbauen und mich ins Vertrauen begeben“, nennt Jens Fröhlke diesen Schritt. Man kann es nachvollziehen: Die Angst vor dem Unbekannten. Was wird werden? Schaffe ich das? Und im Winter? Wie an Essen gelangen? Und wenn ich mich verletze?

Der Mensch werde in seinem Alltag regiert von vielen Ängsten. Auf seiner Facebookseite konnte jeder verfolgen, was passiert, wenn man, wie Jens, in die Menschen und ihre Güte vertraut. Eben schreibt er noch, das er nicht weiß, wo er die Nacht verbringt und im nächsten Beitrag kurz darauf hat er nicht nur Obdach, sondern auch weitere Adressen.

„Und es war dann auch immer der richtige Mensch, der dann gerade passte“, freut sich Fröhlke. Die Freiheit in allen Bereichen des Lebens zu suchen ist aber auch hart und anstrengend, fordert. „Man muss sich einlassen darauf“, erklärt Fröhlke. Er hat es getan, andere auch bereits – der große Rest der Gesellschaft indes nicht. Einen Wandel in dieser Gesellschaft zu forcieren wäre das Ziel: Geldfrei leben, Energien freisetzen für ein friedliches Miteinander.

Eine Utopie? „Nein, das geht“, sagt Jens Fröhlke im Brustton der Überzeugung. Eine Redewendung, die aufzeigt, woher seine Überzeugung stammt: aus tiefstem Herzen, bestätigt darin, dass Vertrauen zurückgegeben wird. Ein TV-Team hat den Lebenslauf immer wieder begleitet, einen Sendetermin für die fertige Dokumentation gibt es noch nicht. - sis

Mehr zum Thema:

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

„Hoya ist mobil“ 2017

„Hoya ist mobil“ 2017

Treckertreffen in Dreeke

Treckertreffen in Dreeke

Ginsengfest und Mittelalter-Spektakel in Walsrode

Ginsengfest und Mittelalter-Spektakel in Walsrode

Meistgelesene Artikel

Eindrucksvoller Beweis: „Drebber kan dat“

Eindrucksvoller Beweis: „Drebber kan dat“

Gunter Gabriel: „Die Vilser vertragen ungehobelte Sprüche“

Gunter Gabriel: „Die Vilser vertragen ungehobelte Sprüche“

Ganz sachte „angebuckt“: Hopmanns sind seit 60 Jahren verheiratet

Ganz sachte „angebuckt“: Hopmanns sind seit 60 Jahren verheiratet

Kommentare