Ausbildungsverbund Berufskraftfahrer auf der Messe Informa

Vereint gegen den Kräftemangel

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Vereint gegen den Kräftemangel: Philipp Leymann (Leymann Baustoffe), Andrea und Niklas Goldmann (Schröder GmbH und Co. KG), Henri Wortmann (Schröder und Wortmann), Lars Jantzon (Jantzon und Hocke), John Henrik Landwehr und Daniel Mruck (Gerdes und Landwehr), Uwe Meyer (Uwe Meyer Transport & Handel) und Uwe Bitter (Bitter KG).

Sulinger Land – Derzeit sind bundesweit 50 000 Stellen für Berufskraftfahrer unbesetzt – ein Fachkräftemangel, mit dem auch die hiesigen Betriebe zu kämpfen haben. Die Unternehmen „Schröder Tiefbau und Transporte“ (Blockwinkel), „Gerdes und Landwehr“ (Sulingen), „Jantzon & Hocke“ (Sulingen), Leymann Baustoffe (Sulingen), Schröder und Wortmann (Sulingen), Bitter (Varrel), Uwe Meyer Transport und Handel (Stocksdorf), die Spedition Landwehr (Neuenkirchen) und die Raiffeisen Warengenossenschaft (Groß Lessen) haben die Zeichen der Zeit schon früh erkannt: Im Januar 2012 gründeten sie den „Ausbildungsverbund Berufskraftfahrer Sulinger Land“ (ABSL) und versuchen seitdem gemeinsam, Schulabsolventen für einen interessanten, vielseitigen und zukunftsfähigen Beruf zu begeistern.

Einen ersten Erfolg hatte der ABSL mit der Einrichtung einer Berufsschulklasse unter dem Dach der BBS Syke zu verbuchen: Angehende Berufskraftfahrer absolvieren den theoretischen Teil ihrer Ausbildung in der Berufsschule Gewerbe und Technik. Früher fand der Blockunterricht in Burgdorf oder Osnabrück statt. „Das setzt natürlich voraus, dass unsere Betriebe auch ausbilden – für uns ist das eine Art Selbstverpflichtung“, sagt John Henrik Landwehr. Zurzeit beschäftigen die neun Mitgliedsbetriebe zehn Berufskraftfahrer in Ausbildung, weitere zehn würden sie gern einstellen.

Philipp Leymann geht davon aus, dass der Bedarf an Fachpersonal weiter wächst. Henri Wortmann stimmt ihm zu: „25 Prozent der Kraftfahrer sind älter als 55 Jahre, jährlich scheiden 30.000 Berufskraftfahrer altersbedingt aus.“ Durch den Trend zum Online-Handel müsse man darüber hinaus mit zunehmenden Warentransporten rechnen, sagt Andrea Goldmann.

Gedeih oder Verderb der Branche hat Einfluss auf alle Bereiche des täglichen Lebens, darin sind sich die ABSL-Mitglieder einig.

Ihr gemeinsames Interesse ist die Akquise von hochqualifiziertem Nachwuchs. Wer nicht alle Module der Ausbildung abdecken kann, schickt seine Azubis zeitweise bei einem der Mitbewerber „in die Lehre“.

Dieses Procedere hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Henri Wortmann: „Unsere Azubis sind für den europaweiten gewerblichen Güterverkehr top geschult.“

„Angehende Berufskraftfahrer sind in den Betrieben unseres Verbunds gut aufgehoben.“, unterstreicht Philipp Leymann. Der Beruf ist krisenfest und überdurchschnittlich gut bezahlt. Laut Lars Jantzon liegt die Ausbildungsvergütung im ersten Jahr bei „mindestens 1 000 Euro“.

Darüber hinaus ist der Erwerb des Führerscheins Bestandteil der Ausbildung. Die Schulbildung der Bewerber sei „relativ egal“, sagt John Henrik Landwehr.

Man erwarte eine gewisse Grundqualifikation, aber kein Einser-Zeugnis: „Wer für den Beruf ‚brennt‘, kann die Ausbildung schaffen“.

Im Rahmen eines Messeauftritts auf der Sulinger Informa (Freitag, 26., bis Sonntag, 28. April) bündeln die Betriebe erneut ihre Kräfte.

Die Unternehmen werden mit jeweils einem Lkw vor Ort sein. Und mit Personal: Auch (Ex-)Auszubildende werden am Hasseler Weg in Sulingen aus der Praxis berichten. 

mks

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