Verein Palliativstützpunkt: Dr. Claudia Kemper sitzt Vorstand vor

Netzwerke ausbauen

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter des Vereins Palliativstützpunkt: Rieke Rohlfs, Silke Stecker, Joachim von der Osten, Dr. Claudia Kemper, Annegret Stieglitz und Bianca Sengün (von links). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Ende März wählten die Mitglieder des Vereins Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz Dr. Claudia Kemper an ihre Spitze. Die Bassumerin löste damit Annegret Stieglitz aus Varrel ab. Stieglitz hatte nach dem Rücktritt des ehemaligen Vorsitzenden Dr. Siegfried Schulte im April 2016 den Vorsitz übernommen – und tritt jetzt als Schriftführerin auf eigenen Wunsch ins zweite Glied. Ihrem Ziel, den Verein wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern, scheint Claudia Kemper, Theologin und Gesundheitswissenschaftlerin, anderthalb Monate nach Amtsübernahme einen großen Schritt näher gekommen zu sein. „Jetzt sehe ich meine Hauptaufgabe darin, unsere Netzwerke weiter auszubauen“, sagt sie.

Pressekonferenz in den Räumen des Vereins an der Langen Straße in Sulingen: Claudia Kempa nimmt am Kopfende des Konferenztisches Platz, flankiert von den Vorstandsmitgliedern Silke Stecker (Kassenwartin), Annegret Stieglitz und Joachim von der Osten (Zweiter Vorsitzender).

Die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen des Stützpunktes, Rieke Rohlfs und Bianca Sengün, mischen sich unter die Gäste, während die Vorsitzende die Gesprächsrunde einleitet. Die Rollen sind klar verteilt.

Die Trennung von der ehemaligen Koordinatorin Erika Thoben (wir berichteten) scheint Geschichte. Die neue Vorsitzende, staatlich anerkannte Physiotherapeutin, spricht von einem Vertrauensvorschuss, den die Mitglieder dem „gesamten Team“ während der Hauptversammlung am 22. März gewährt hätten. Sie betont die Begrifflichkeit „Team“. Als Generalsekretärin im Deutschen Verband für Physiotherapie ist sie erfahren in der Gesprächsführung, genauso in der Moderation des Zusammenspiels von Haupt- und Ehrenamt.

Claudia Kemper ist Mitbegründerin des Vereins Palliativstützpunkt im Landkreis Diepholz, arbeitete nach den Studiengängen Theologie und Anglistik, Religionspädagogik sowie Gesundheitswissenschaften und der Ausbildung zur Physiotherapeutin unter anderem als Religionspädagogin, als Lehrkraft an der Hochschule Bielefeld, genauso für das Kinderhospiz Löwenherz und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für unterschiedliche Hochschule.

„Die Palliativversorgung durchzieht meinen Werdegang“, sagt die Bassumerin, „als ich als Theologin tätig war, im Pflegeheim oder im Kinderhospiz.“ Selbst als Generalsekretärin im Deutschen Verband für Physiotherapie käme sie regelmäßig mit der Palliativmedizin in Kontakt; „etwa bei der Erstellung von Leitlinien“.

2013 gründete sie in Bassum die Hospizgruppe, kennt auch von außen die Rolle des Vereins Palliativstützpunkt aus dem Effeff. Sie spricht von der Vernetzung von inzwischen acht Pflegediensten, vier Palliativmedizinern, stationären Pflegeeinrichtungen, Palliativstationen, Hospizen, Sanitätshäusern und – nicht zuletzt – den ambulanten Hospizdiensten mit ihren ehrenamtlichen Kräften. Ihre Motivation für das Engagement im Verein? „Wenn man schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen beistehen kann, ist das auch für einen selbst Bereicherung.“

„Angeworben“ für die Arbeit im Vorstand habe sie Silke Stecker. „Silke, die übrigen Vorstandsmitglieder und vor allem die beiden Koordinatorinnen haben mir schnell gezeigt, dass ich mich hier wohlfühlen kann. Sonst würde ich das auch nicht machen.“ - oti

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