"Kunst in der Provinz" ist Heimat für 249 Künstler aus dem Norden

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Kerstin Friedrichs freut sich über ein Präsent, welches ihr Vorsitzende Brunhild Buhre (links) überreicht.

Landkreis Diepholz - Das Thema „Aufbruch“ wird in diesem Jahr den Künstlerinnen und Künstlern vorgegeben, die sich um den Kunstpreis 2016 des Vereins „Kunst in der Provinz“ bewerben. Für Vorsitzende Brunhild Buhre ist die Verleihung des Kunstpreises am Samstag, 29. Oktober, der Höhepunkt des Jahres.

Veranstaltungsort ist die „Alte Bürgermeisterei“ in Sulingen. Bis zum Sonntag, 13. November, werden die eingereichten Arbeiten ausgestellt. In der Jahreshauptversammlung des Vereins am Samstag im Restaurant Dillertal (Bruchhausen-Vilsen) betonte die Vorsitzende, dass der Verein „Kunst in der Provinz“ inzwischen künstlerische Heimat für 249 Künstler aus dem norddeutschen Raum geworden ist.

In der Bevölkerung habe sich „Kunst in der Provinz“ längst etabliert und sei ein Markenzeichen von hohem künstlerischen Niveau. Rückblickend auf die Aktivitäten im Vorjahr wies sie auf eine Reihe von Ausstellungen hin, die bei der Bevölkerung gut ankamen.

2017 erneut offene Ateliers geplant

So wurde die Aktion „Landschaf(f)t Kunst – Offene Ateliers 2015“, zu der in 29 Ateliers 55 Künstler an einem Wochenende 600 Besucher hatten, zu einem Erfolg. Für das Organisationsteam informierte Silvia Lauer-Schulz darüber, dass das Team für 2017 erneut diese Veranstaltung mit offenen Ateliers plant. Sie appellierte: „Machen Sie mit, seien sie aktiv, das geht über das ganze Land“.

Lauer-Schulz wünscht sich: „Künstler sollen zu Kunstaktivisten werden, wir möchten auch ganz junge Künstlerinnen und Künstler mit ins Boot nehmen“. In diesem Jahr wird, so Vorsitzende Brunhild Buhre, am 28. und 29. Mai das Bildhauer-Symposium an der Wassermühle in Sudweyhe zum Thema „Energie“ ausgerichtet. Vorbereitet werden die Ausstellungen zum Thema „Künstlerprofile“ in der Kreissparkasse Syke und dem Dienstleistungszentrum Wagenfeld.

Zur Finanzlage des Vereins legte Kassenführerin Monika Mügge einen übersichtlichen Bericht vor. „Wir können für 2016 unbeschwert planen“, sagte sie.

Wehmut kam auf, als Brunhild Buhre mit Kerstin Friedrichs ein höchst engagiertes Vorstandsmitglied verabschiedete. Nach ihrem Beitritt im Jahr 1995 wurde Kerstin Friedrichs ein Jahr später zur stellvertretenden Vorsitzenden an der Seite von Hans Gronau gewählt. Die Vorsitzende Buhre überreichte Kerstin Friedrichs ein Präsent.

Vortrag über Hermann Löns rundet Versammlung ab

Blumen gab es aber an diesem Nachmittag auch für Brunhild Buhre, die den Verein seit 14 Jahren mit Herzblut und voller Engagement führt. Die Jahrestagung klang mit einem Referat von Rainer Kaune (Bassum) über Hermann Löns aus. Der Vortragende überraschte die Zuhörer mit einem Hermann Löns, wie vermutlich die wenigsten den Journalisten, Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen und Schriftsteller Löns kennen.

„Die Heide war sein Sanatorium“, sagte Kaune und zeichnete das Bild eines Mannes, der viele Facetten hatte und der als Journalist schon zu seiner Zeit Artikel ablehnte, die rassistisch durchsetzt waren, und den hohe Toleranz auszeichnete. Löns hielt den Naturschutzgedanken hoch. Er fiel am 26. September 1914 als Soldat bei Reims.

Zur ersten Vorsitzenden wurde Brunhild Buhre (Sulingen) gewählt, stellvertretende Vorsitzende sind Carmen Finkenstädt (Wagenfeld) und Kim Peters (Sudwalde), Kassenführerin ist Monika Mügge (Sulingen), stellvertretende Kassenführerin Dörte Reineke (Harpstedt). Schriftführerin ist Stefanie Reich (Bassum), stellvertretende Schriftführerin Britta Gansberg (Bassum).

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