Böse Überraschung vor Arbeitseinsatz

Vandalismus auf Sulinger Boule-Platz im „Park der Generationen“

Unbekannte haben den „Waschbeton-Platten-Tisch“ zerlegt, von zwei Bänken Holzbretter der Sitzfläche abgerissen – und eine weitere Bank ist nicht mehr aufzufinden.
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Unbekannte haben den „Waschbeton-Platten-Tisch“ zerlegt, von zwei Bänken Holzbretter der Sitzfläche abgerissen – und eine weitere Bank ist nicht mehr aufzufinden.

Sulingen – Böse Überraschung für die Sulinger Boulespieler: Unbekannte haben am Boule-Platz im „Park der Generationen“ an der Breslauer Straße ihren Frust an einem Betonplattentisch und Bänken ausgelassen. Nicht zum ersten Mal. Aber die Herren im besten Alter schlucken am Dienstagnachmittag ihren Ärger runter, schließlich treffen sie sich nicht, um eine ruhige Kugel zu schieben:

Unbeirrt greifen Helmut Gerdes, Michael Siemers, Werner Wöls, Günter Kornau und Martin Kyeck zu Schaufeln und Harken, um einen neuen Belag auf die Bahn zu bringen.

Strafanzeige gegen unbekannt

Den von Leymann Baustoffe spendierten Splitt hat Kyeck gerade mit einem von der Firma geliehen Anhänger „geliefert“. Vorher war er mit dem Fahrrad unterwegs – zur Polizei, „ich habe Strafanzeige gestellt.“ Der pensionierte Lehrer hofft, dass es Zeugen gibt, die den Beamten des Polizeikommissariats Sulingen (Tel. 0 42 71 / 94 90) helfen, den Verursachern der Schäden auf die Spur zu kommen. Die haben von zwei der vier Sitzbänke Holzleisten aus der Sitzfläche entfernt, eine weitere der Sitzgelegenheiten ist verschwunden. Und der Tisch wurde „zerlegt“ – so wie dessen Vorgänger, beim letzten größeren Fall von Vandalismus im September 2019 auf dem Bouleplatz. Gewichtige Stapel aus Waschbetonplatten als Beine, größere Exemplare als Tischplatte: „Wir haben gesagt, es lohnt sich gar nicht mehr, einen richtigen Tisch aufzustellen und uns diese Lösung ausgedacht“, erzählt Kyeck. Einige Platten, auch von denen, mit denen ein Weg gepflastert werden sollte, sind kaputt. Freitagvormittag habe er auf dem Platz zuletzt nach dem Rechten gesehen, am Dienstagvormittag dann die üble Bescherung entdeckt. Die Polizei habe avisiert, im Rahmen ihrer Streifen den Bouleplatz im Blick zu behalten, „auch zu Fuß“, berichtet Kyeck.

„Es stinkt uns schon. Die meisten von uns haben es im Rücken.“ Da könnte man auf die Mehrarbeit, um die Schäden zu beseitigen, gut verzichten. Von ursprünglich 21 Männern, die seit 2006 dem Sport frönen, sei heute noch ein harter Kern von neun Spielern regelmäßig dabei, Durchschnittsalter etwa 65, schätzt Martin Kyeck. Günter Kordes lacht, „eher 70.“

Immer dienstags rollen die Kugeln

Die Kugeln lassen sie im Prinzip fast das ganze Jahr über rollen, wenn es trocken und nicht zu kalt ist – immer dienstags, in der Sommerzeit um 15 Uhr, in der Winterzeit 14 Uhr, „wir spielen zwei Stunden, dann lassen wir es gemütlich ausklingen.“ Keine exklusive Clique, betont Martin Kyeck, „wir sind Boulespieler.“ Und Interessierte (natürlich auch Damen) seien herzlich willkommen, bei einem der Treffen reinzuschnuppern. Grundsätzlich könnten aber alle, die über den erforderlichen Satz Boule-Kugeln verfügen, die Anlage jederzeit nutzen.

Was spricht für das Boulespiel? Günter Kordes bringt es auf diese Formel: „Man ist immer an der frischen Luft, mit netten Leuten – ein leichter, angenehmer Sport.“

Neuen Splitt braucht der Platz – die Boulespieler Helmut Gerdes, Michael Siemers, Werner Wöls, Günter Kornau und Martin Kyeck (von links) im Einsatz.

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