Drei Fragen an Dirk Roßmann bei Lesung in Sulingen

„Rossmann“-Gründer und Autor zu Leerständen und Klimastreiks

Aus seinem Ökothriller „Der neunte Arm des Oktopus“ las Dirk Roßmann im „Bistro c/o Ranck“.
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Aus seinem Ökothriller „Der neunte Arm des Oktopus“ las Dirk Roßmann im „Bistro c/o Ranck“.

Sulingen – Er lese selten öffentlich aus seinen Büchern, bekannte Dirk Roßmann – „aber ab und zu macht es mir großen Spaß, unter Menschen zu sein und ihnen vorzulesen.“ Der 75-jährige Unternehmer, Gründer und – noch bis Monatsende –  Geschäftsführer der Drogeriemarktkette „Rossmann“ mit Sitz in Burgwedel bei Hannover genoss dieses Vergnügen am Mittwochabend im Bistro im Sulinger Kaufhaus Ranck.

Er stellte seinen Ökothriller „Der neunte Arm des Oktopus“ den Zuhörern vor, die einen der auf 75 begrenzten Plätze bekommen hatten. Roßmann nahm sich anschließend Zeit, seine Bücher zu signieren – und für ein Kurzinterview.

Herr Roßmann, wie können Kommunen und Vereinigungen örtlicher Gewerbetreibender dem Problem leer stehender Läden aktiv begegnen?
Wenn diese Frage so einfach zu beantworten wäre, hätte es vor mir sicher schon jemand getan. Die Corona-Pandemie hat der Verödung der Innenstädte leider gewaltig Vorschub geleistet und ich betrachte mit großer Sorge den Verlust, den unsere Gesellschaft dadurch erleidet. Innenstädte sollten Orte der Begegnung sein, lebendig und auf Austausch ausgelegt. Wir müssen Menschen wieder dafür begeistern, bummeln zu gehen und sich zu treffen – sicherlich keine leichte Aufgabe.
Laut Wikipedia gibt es allein in Deutschland mehr als 2100 Drogeriemärkte, die Ihren Namen tragen – einen davon in Sulingen. Nutzen Sie manchmal die Gelegenheit, den örtlichen „Rossmann“ unter die Lupe zu nehmen, wenn Sie für Lesungen aus ihren Büchern unterwegs sind?
„Unter die Lupe nehmen“ klingt nicht besonders positiv. Mir ist es immer eine große Freude, einen Laden zu besuchen und mich mit unseren Mitarbeitern zu unterhalten – dieser direkte Austausch war für mich immer schon wichtig, besonders, als ich noch aktiver ins Tagesgeschäft eingebunden war.
Sie setzen sich für den Kampf gegen die Klimakrise ein – wie bewerten Sie es, wenn an diesem Freitag erneut Schüler, auch in Sulingen, auf die Straße statt in den Unterricht gehen, um wirksamen Klimaschutz einzufordern?
Generell kann ich die Schüler absolut verstehen und finde ihr Engagement sehr wichtig, darunter sollte die Bildung aber möglichst nicht leiden. Die Kinder und Jugendlichen werden die Leidtragenden sein, wenn die Klimaerwärmung weiter so rasant voranschreitet. Das ist es auch, was mich antreibt. Es geht um die Zukunft unsere Kinder und Enkel!

Bereits ausgebucht ist die Lesung im „Bistro c/o Ranck“ am 7. Oktober, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr): Vincent Kliesch stellt seinen Thriller „Todesrauschen – Auris“ vor. Ein Nachholtermin, daher gilt dann die 3-G-Regel (Besucher müssen nachweislich geimpft, genesen oder negativ getestet sein).

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