Polizei in Sulingen sucht Zeugen

Unbekannte schießen auf Katzen

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Symbolbild

Sulingen - Gaby Hanke lebt am Sulinger Sonnenblumenweg und ist Katzen-Halterin. „So lange ich denken kann habe ich eine Katze“, sagt die 51-Jährige. Die jüngsten Ereignisse im Sulinger Westen machen sie traurig, auch verärgert: Unbekannte beschießen Katzen mit Luftgewehren beziehungsweise Luftpistolen.

Das bestätigte jetzt ein Sprecher des Polizeikommissariates Sulingen. Ende vergangener Woche hatte Gaby Hanke den Vorfall aktenkundig gemacht. Die Polizei ermittelt – und sucht Zeugen, die Angaben zu Vorfällen machen können (Tel. 0 42 71 / 94 90).

Unterstützt wird der Zeugenaufruf durch den Tierschutzverein Sulingen und Umgebung. Vorsitzende Marita Görges: „So etwas ist kein Dumme-Jungen-Streich mehr – und gehört strafrechtlich verfolgt.“ Ihr persönlich seien aktuell keine weiteren Vorfälle, wie der am Sonnenblumenweg, bekannt. „Das letzte Mal, dass wir so etwas gehört haben, ist schon ein paar Jahre her.“

Nicht selten aber erhalten die Tierschützer laut Görges Anrufe von Mitbürgern, die sich über streunende Katzen ärgern. „Das ist aber noch lange kein Grund, im wahrsten Sinne des Wortes zur Waffe zu greifen“, sagt die Tierschützerin.

Laut Gaby Hanke seien die jüngsten Vorkommnisse nicht die ersten dieser Art. Im Jahr 2000 sei erstmals eine ihrer Katzen beschossen worden, 2013 hatte ein Tierarzt gleich mehrere Schussverletzungen an einer Katze der 51-Jährigen ausgemacht.

2000 hatte der Tierarzt zwei Einschüsse an Gaby Hankes Katze behandelt. „Im Halsbereich“, erklärt die 51-Jährige. 2013 waren die Wunden erst aufgefallen, nachdem sie mit ihrem Tier beim Tierarzt zum Röntgen war. Die Kugeln seien schon richtig eingekapselt gewesen.

„Ich weiß nicht, was ich machen soll“, sagt die 51-Jährige. „Meine Katzen waren es immer gewohnt, sich im Freien zu bewegen.“ Dadurch, dass sie die jüngsten Vorfälle öffentlich gemacht hat, erhoffe sie sich, dass Nachbarn sich melden, die etwas beobachtet haben. „Es geht schließlich nicht nur um die Gesundheit der Tiere. Ich möchte gar nicht daran denken, dass auch mal ein Kind getroffen werden kann.“ - oti

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