Wiederkehrendes und Unvorhergesehenes

Schulkonzert des Gymnasiums: Überlänge - aber nie langatmig

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Kleine Ensembles präsentierten teils eigene Songs; hier Jona Max Schafmeyer, Emilia Schröder, Amelie Besler und Erk Steen (von links).

Sulingen - Von Martina Kurth-Schumacher. „Der Eintrittspreis und die Konzerttage sind unverändert, die Mischung des Programms ebenso. Und zuverlässig ist auch die Überlänge von dreieinhalb Stunden...“, scherzte Fachschaftsleiter Georg Biermann.

Er begrüßte die Gäste im Stadttheater am Donnerstag und Freitag zur 33. Auflage des Schulkonzerts, das Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Sulingen auf gewohnt hohem Niveau präsentierten.

Mit der Veranstaltung bediene man den Wunsch nach Konstanten, dennoch sei sie ein Ort der Geheimnisse und Überraschungen, betonte Biermann. Das Gefühl des Erfolgs und der Umgang mit gelegentlichen Misserfolgen seien unschätzbare Erfahrungen und bedeuteten für die Schüler einen großen Schritt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Wiederkehrendes und Unvorhergesehenes war Programm. Beiträge der Arbeitsgemeinschaften und nicht weniger beeindruckende Auftritte kleiner Ensembles, die zum Teil eigene Songs präsentierten, wechselten einander ab. Sie boten musikalisch ein breites Spektrum - von Stücken aus den Bereichen Folk, Pop, Rock und Musical bis zu klassischer Orchester- und Big-Band-Literatur.

Der Schulchor des Gymnasiums Sulingen zählte zu den Akteuren der Konzertabende im Stadttheater.

Bemerkenswert waren die Programmpunkte, für die mehrere Musikgruppen gemeinsam auf der Bühne standen, etwa bei dem Crossover „Rock meets Pop“ oder bei der Aufführung von vier Sätzen aus dem zweiten der „Sacred Concerts“ von Duke Ellington (Arrangement: John Hoybye und Peder Pedersen), die die Schüler trotz höchster Anforderungen an rhythmische und melodische Präzision souverän meisterten.

Den krönenden Abschluss fand das Konzert mit Songs aus dem Musical „Vaiana“ (2016) von Mark Mancina und Lin-Manuel Miranda; neben dem Chor waren die Tanz-AGs I und II sowie sieben Gesangssolisten an der Performance beteiligt. Mit ihrem XXL-Konzert bedienten die Akteure erneut die Tradition der „Überlänge“, langatmig wurde es jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Bemerkenswert waren insbesondere die Programmpunkte, für die mehrere Musikgruppen gemeinsam auf der Bühne standen - wie hier beim Crossover „Rock meets Pop“.

„Wir sind so breit aufgestellt, dass wir die Veranstaltung nicht kürzer fassen können“, erklärte Gabriele Steinhausen. Den Applaus nahmen die Lehrkräfte und Schüler als Zustimmung für die Programmgestaltung. Die rund 120 Mitwirkenden, unter ihnen knapp 20 Techniker und Mitglieder der Video-AG, hatten mit dem Konzert ein Gemeinschaftswerk präsentiert. 

Die Musikpädagogen Georg Biermann, Dr. Sven Ehlers, Liga Kravale-Michelsohn, Gabriele Steinhausen, Marc-Stefan Thews und Jara Rathmann freuten sich über das harmonische Miteinander vor und hinter den Kulissen. Steinhausen: „Wir haben viele sehr große Talente, aber niemand hat sich in den Vordergrund gespielt.“

Georg Biermann dankte den unzähligen Helfern, den Kollegen sowie den Mitarbeitern der Verwaltung. Auch den Angehörigen, die ihre Kinder ermutigten, ein Instrument zu erlernen und auf die Kraft der Musik zu setzen.

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