AOK macht Ergebnisse des QSR-Verfahrens öffentlich

AOK vergibt Bestnoten an Klinik Sulingen

Zufrieden mit den Ergebnissen der Klinik Sulingen im QSR-Verfahren: Kai Petersen, Eleftherios Ebel-Koutoulakis und Dr. Jens Peters. - Foto: Schlotmann

Sulingen - „Sicherlich ein Grund zur Freude, aber kein Grund, sich auszuruhen“, sagt Dr. Jens Peters, Chefarzt der Klinik für Unfallchirugie und Orthopädie mit Sektion Wirbelsäulenchirurgie an der Klinik Sulingen der Alexianer im Landkreis Diepholz: Die AOK hat jetzt die Ergebnisse des Verfahrens der so genannten „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR) veröffentlicht und damit den AOK-Krankenhausnavigator aktualisiert.

Mit Bestnoten für die Klinik am Standort Sulingen: Die Leistungen in den Kategorien „Künstliches Hüftgelenk“, „Oberschenkelhalsbruch“ und „Künstliches Kniegelenk“ wurden jeweils mit der Gesamtbewertung „Überdurchschnittlich“ versehen.

Die QSR-Indikatoren berücksichtigen laut AOK Behandlungsverläufe bis zu einem Jahr auf der Basis von Routinedaten. Sie beziehen sich auf den Berichtszeitraum 2012 bis 2014 mit Nachbeobachtungen im Jahr 2015. Insgesamt wurden etwa 788 000 Eingriffe bei AOK-Versicherten ausgewertet.

Laut Leitendem Oberarzt Kai Petersen sei das QSR-Verfahren mehr als ein Marketingtool: „Das ist keine Sache, die die Krankenkasse selbst angeht. Viel mehr geht es hier um eine Serviceleistung für die Patienten, in dem, auf der Grundlage von Patientendaten und Patientenbefragungen, die Qualitäten der Kliniken geprüft werden.“ Eleftherios Ebel-Koutoulakis, Sektionsleiter Unfallchirurgie: „Man wundert sich, wie viele Patienten solche Beschreibungen vor der Inanspruchnahme auch von medizinischen Leistungen inzwischen nachfragen.“ Dr. Jens Peters: „Insofern ist das eine nicht unwichtige Werbung für unser Haus.“

Zusätzlich punkten könne die Sulinger Klinik damit, dass sich die Bewertungen vor Ort auf wenige Köpfe verteilen: „In großen Prothesenzentren mit großen Abteilungen, etwa, hat der einzelne Arzt meist am Ende des Jahres gar nicht so viel operiert. Bei uns operiert jeder im Jahr an die 100 oder 150 Prothesen. Das ist natürlich eine Expertise. Entscheidend für mich ist, was der einzelne macht.“

Die Bewertung „Überdurchschnittlich“ sei nicht nur Verdienst der Operateure in der Klinik Sulingen, sondern aller Beteiligten: „Das fängt bei der Aufnahme an und hört beim Entlassungsmanagement und bei der Versorgung mit Reha- oder auch Physiotherapiemaßnahmen auf.

Dr. Jens Peters: „Uns freut natürlich das Verfahrensergebnis. Es spornt uns an, die Qualität zu halten beziehungsweise noch weiter zu verbessern. Jetzt ist es wichtig, die Werte hoch zu halten.“ Grundsätzlich zeige man sich am Klinikstandort aber auch konstruktiver Kritik gegenüber offen. „Nur so können wir sehen, an welchen Stellschrauben wir gegebenenfalls noch drehen müssen.“

oti

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