„Partner des Jahres“ der Meyer Werft

Sulinger Unternehmen „d-i davit international-hische“ ausgezeichnet

Bei der Feier im finnischen Turku nahm Geschäftsführer Joachim Wiese (Mitte) die Auszeichnung als „Partner des Jahres“ für das Sulinger Unternehmen entgegen; kleines Foto: Aussetzvorrichtungen für Rettungsboote von „d-i davit international-hische“ am Kreuzfahrtschiff „Celebrity Reflection“.

Sulingen - Die gläserne Trophäe und die Urkunde, die Geschäftsführer Joachim Wiese jetzt im finnischen Turku entgegennahm, haben für das Sulinger Unternehmen „d-i davit international-hische GmbH“ eine besondere Bedeutung: Die Papenburger Meyer Werft zeichnete den Spezialisten für den Bau von Aussetzvorrichtungen für Rettungsboote, Davits genannt, unter rund 2000 Zulieferern als „Partner des Jahres“ aus.

Diesen Titel verleiht die Meyer Werft seit vielen Jahren, allerdings erstmals in Turku: Seit April 2015 ist das Emsländer Unternehmen zu hundert Prozent Eigentümer der dortigen Werft, die nun „Meyer Turku“ heißt und im Rahmen eines Galaabends, ebenso wie die Meyer Werft und die Neptun Werft, ihren „Partner des Jahres 2016“ kürte. Den Stellenwert der Auszeichnung verdeutlicht Zdenko Bujdo, der ebenso wie Joachim Wiese, Fritz Hische und Felizitas Hische zu den Geschäftsführern von „d-i davit international-hische“ zählt: „Es gibt in Europa vier große Werften. Und zwei von ihnen haben uns jetzt als besten Zulieferer gewürdigt.“ Bereits im vergangenen Jahr wurde der Firma diese Ehrung durch STX France zuteil, der französischen Werft der Schiffbaugruppe STX Europe.

Individuelle Konstruktion statt Schema F

Herausragende Leistung, Kompetenz und Engagement bescheinigt die Meyer Werft den Sulinger Spezialisten: „Darauf bin ich sehr stolz“, bekundet Bujdo. „Es ist eine Bestätigung unserer Philosophie: Wir lieben unseren Job – und wir sind die Summe unserer Mitarbeiter.“ Die würden oft genug Überstunden leisten und an Wochenenden arbeiten, denn neben der Qualität sei Pünktlichkeit, die Just-in-time-Lieferung, beim minutiös durchgetakteten Schiffbau entscheidend. Dabei werden die Davits aus Sulingen nicht nach „Schema F“ gefertigt, sondern individuell konstruiert – „im Prinzip bauen wir ausschließlich Prototypen“, formuliert es Bujdo. Zu den Kreuzfahrtriesen aus der Meyer Werft, die mit Rettungsboot-Aussetzvorrichtungen aus Sulingen ausgestattet wurden, zählt unter anderem die „Harmony of the Seas“ – das größte Kreuzfahrtschiff, das jemals gebaut wurde.

Rund 150 Mitarbeiter, inklusive neun Auszubildende in sechs verschiedenen Ausbildungsberufen, bilden heute das Team von „d-i davit international-hische“. Davits werden in Sulingen seit 1985 gebaut – für Passagierschiffe, Frachtschiffe, für die Marine, aber auch für Off-shore-Anlagen wie Bohrinseln oder Windenergieparks. Stets abgestimmt auf die Bedürfnisse des Auftraggebers, Zdenko Bujdo kann da viele Beispiele nennen. So konstruierte die Firma für die Meyer Werft ein System, das sich einklappen lässt und somit für ganz großen „Pötte“ die Passage auf der Ems erst ermöglicht, für eine Luxusjacht Davits, die man in der Reling „verschwinden“ lassen kann und für einen Eisbrecher solche, die bis minus 52 Grad Celsius funktionieren.

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