Kreativer Sulinger im Interview

Torben Kuhlmann präsentiert neues Abenteuer mit der Maus

Torben Kuhlmann veröffentlicht am 31. August „Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“.

Sulingen/Hamburg - Abtauchen mit der Maus: Für den 31. August wird das dritte Mäuseabenteuer erwartet. Torben Kuhlmann, Autor und Illustrator, schickt sie erneut auf eine fantastische Expedition in „Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“.

Der gebürtige Sulinger mit Wohnsitz in Hamburg verrät Geheimnisse rund um das neue Buch. Dessen Titelbild macht nicht nur angesichts der aktuellen Temperaturen Lust, mit der Maus auf Tauchstation zu gehen. Die Fragen stellte Sylvia Wendt.

Geht die Maus auch gerne baden? Was macht sie denn bei der Hitze?

Torben Kuhlmann: Wahrscheinlich verkriecht sie sich am allerliebsten in kühlen, schattigen Ecken bei der Hitze. Und in meinem neuen Buch „Edison“ gehen die Mäuse eher unfreiwillig einmal baden…

Wie entstand die Idee zu Edison?

Torben Kuhlmann: „Edison“ entstand aus meinem Wunsch heraus, eine klassische Abenteuergeschichte zu erzählen; mit verschollenen Schätzen und zu lösenden Rätseln. Wie so oft, stand ganz am Anfang eine Idee für eine Illustration, ein Bild. Eine Maus entdeckt in einem Schiffswrack eine Truhe mit Gold! Allerdings ist ein Goldschatz für Mäuse natürlich uninteressant. Eine Maus ist ja kein Mensch und so sucht sie in voller Tauchmontur weiter nach dem, was für eine clevere Maus ein wahrer Schatz ist. Man erkennt hier vielleicht auch schon, dass ich auch gerne ein wenig mit Erwartungshaltungen spielen wollte: Die Truhe mit Goldmünzen ist nicht der gesuchte Schatz? Und wie passen Thomas Edison und die Tiefsee eigentlich zusammen?

Gibt es Anregungen aus der Leserschaft?

Torben Kuhlmann: Tatsächlich habe ich einen Brief von einem jungen Leser erhalten. Dieser kleine Junge hoffte, dass es die Mäuse vielleicht irgendwann einmal in die Tiefsee verschlagen könnte. Und diese Anregung passte wunderbar zu den ersten Überlegungen, die ich mir zur selben Zeit schon über das nächste Abenteuer machte. Eine Mause-Tauchglocke hatte ich schon gezeichnet. Und weil das so ein gutes Timing war, habe ich die erste Edison-Skizze dann auch dem kleinen Leser geschenkt.

Hören Sie eigentlich Musik beim Zeichnen? Welche?

Torben Kuhlmann: Musik höre ich nur manchmal und wenn, dann muss sie zur Stimmung des Bildes passen, welches ich grade male. Da ertönt in den Kopfhörern schon mal Swing-Musik, während ich eine Szene im New York der 1920-er Jahre zeichne oder Elvis Presley, wenn es die 1950-er Jahre sind. Neben Klassik und Filmmusik laufen aber meisten Hörbücher oder Podcasts nebenbei.

Welches Lieblingstier, neben der Maus, gibt es denn im neuesten Buch?

Torben Kuhlmann: Im neuen Buch hat eine Seemannskatze einen kurzen, unerwarteten Auftritt. Die würde ich als mein Lieblingstier – natürlich erst an zweiter Stelle nach den Mäusen – bezeichnen.

Haben Sie Lampenfieber, wenn Sie auf Lesereise sind?

Torben Kuhlmann: Nicht mehr allzu viel. Die größte Sorge ist: Funktioniert die Technik! Am Anfang war es noch ungewöhnlich, umherzureisen und meine Geschichten vorzustellen. Über den Lesungen stand ja stets die große Frage, ob ich es schaffen werde, meine Zuhörer mitzunehmen in die Welt der abenteuerlichen Mäuse. Aber es ist unersetzbar, die direkte Reaktion der jungen Zuhörer zu erleben. Eine Lesung ist auch für mich immer noch ein kleines Erlebnis, wenn man es zum Beispiel schafft, an einer bestimmten Stelle durch Text und Bild Spannung aufzubauen und es dann mit einem Raunen belohnt wird. Ich selbst habe – so glaube ich – auch noch eine Menge lernen können durch meine Lesungen, zum Beispiel über Dramaturgie.

Wie „lese“ ich eigentlich am besten ein Bilderbuch vor? Hätten Sie als Experte dafür Tipps?

Torben Kuhlmann: Das ist gar nicht so einfach. Vielleicht ist man es häufig etwas zu sehr gewohnt, am Text zu kleben und die Bilder als Dreingabe zu verstehen. Häufig erzählen Bilder aber – wie im Sprichwort – mehr als tausend Worte. Und vielleicht muss man sich auch auf das, was ein Bild erzählen kann, einlassen. Also, nicht zu schnell blättern!

Es gibt bereits einige wenige Fanshop-Artikel von Ihnen bzw. der Maus – sind weitere Optionen geplant, etwa T-Shirts oder ähnliches?

Torben Kuhlmann: Oh, da gibt es noch nicht allzu viel. Mein Verlag hat aber wieder Poster drucken lassen und es wird ein spezielles „Edison“-Magazin geben. Und wer weiß – irgendwann – möchte vielleicht ja mal jemand eine Kaffeetasse mit Mäuselogo produzieren.

Torben Kuhlmann liest auf Einladung des Kulturvereins Sulingen am 25. Oktober um 20 Uhr aus „Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes“ in der Alten Bürgermeisterei in Sulingen vor.

www.torben-kuhlmann.com

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