Themenabend am 5. Oktober in Sulingen

Förderverein Palliativ- und Hospizarbeit will Fragen beantworten und Ängste lindern

Zwei Männer stehen vor einem Baum.
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Zum ersten Themenabend am 5. Oktober laden Lothar Plumhof (rechts) und Thomas Wiemann ein.

Sulingen – Der Förderverein Palliativ- und Hospizarbeit geht in die Öffentlichkeit: Für Dienstag, 5. Oktober, laden die Verantwortlichen ein in das Sulinger Hotel zur Börse zu einem ersten Themenabend unter dem Titel „Palliative, ambulante und stationäre Versorgungsmöglichkeiten am Lebensende im Landkreis Diepholz.“

Der Abend beginnt um 19 Uhr mit kurzen Vorträgen von Petra Brackmann, Leiterin des stationären Hospizes „Zugvogel“ in Sulingen, und Bianca Sengün, Leiterin des Palliativstützpunktes im Landkreis Diepholz. Sie stellen die beiden Einrichtungen vor, deren Unterstützung sich der Förderverein zur Aufgabe gemacht hat, und im Anschluss haben die Teilnehmer Gelegenheit für Fragen an die Referentinnen und zum Austausch untereinander. Die Teilnehmerzahl ist, bedingt durch die Corona-Auflagen, begrenzt, daher wird eine Anmeldung erbeten bei Carsten Schlotmann, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins per E-Mail (mail@schlotmann-online.de) oder Telefon (01 72 / 5 45 29 07).

Die Veranstaltung soll der Auftakt sein für eine ganze Reihe solcher Themenabende. „Wir wollten schon eher beginnen, aber die Pandemie hat das verzögert“, sagt der 1. Vorsitzende Lothar Plumhof. Nun wolle der Verein mit aller Vorsicht starten mit einer monatlichen Veranstaltung.

Palliativarbeit ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Man habe intern schon viel gearbeitet, ergänzt Vorstandsmitglied Thomas Wiemann, aber bisher habe der im Dezember 2019 gegründete Verein noch wenig Möglichkeiten gehabt, sich nach außen zu zeigen. Man sei ein Förderverein nicht im Sinne von „Kuchen backen und Geld sammeln“, sondern man wolle den Palliativgedanken bekannter machen und Transparenz hineinbringen: „Es gibt von den Krankenhäusern über niedergelassene Ärzte bis hin zu den Betroffenen noch viele Unsicherheiten.“ Der Kerngedanke der Palliativarbeit sei es, Lebensqualität als höchstes Gut bis zum Lebensende zu erhalten, und das sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Über die Themenabende wolle man die Gesellschaft mehr einbinden und Wissen über die palliative Begleitung vermitteln, erläutert Wiemann. So gehe es am ersten Abend um die ambulante und stationäre Versorgung, der folgende Abend am 17. November befasse sich mit Bestattungsritualen, unabhängig von Konfessionen. Die Teilnahme am „Lebendigen Adventskalender“in Sulingen ersetze den Themenabend im Dezember, aber im Januar werde die Reihe fortgeführt mit dem Thema „Was passiert am Lebendsende – muss ich leiden?“, wenn Wiemann Einblicke in seine Erfahrungen als Mediziner gibt. Für Februar oder März sei ein Abend zu rechtlichen Fragen wie Vorsorgevollmacht, Testament oder Sterbehilfe in Vorbereitung.

Wünsche für weitere Themenabende äußern

„Der Tod gehört zum Leben dazu, aber das wird ganz unterschiedlich gehandhabt“, so Plumhof. Anhand der kurzen Impulsvorträge verschiedener Referenten wolle man sich damit auseinandersetzen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Zu Anfang würden die ganz grundlegenden Themen im Vordergrund stehen, fügt Wiemann hinzu, aber man wolle die Fragen und Ängste der Menschen thematisieren: „Es soll so sein, dass jeder sich wiederfinden kann.“ Es werde viel zu diskutieren geben, vermutet Plumhof, aber „es soll auch Kraft geben.“

Eigene Themenwünsche könnten für weitere Abende gerne eingebracht werden per Telefon (0 42 71 / 9 56 18 80) oder E-Mail (info@foerderverein-palliativ-hospiz.de). „Wir sind darauf angewiesen zu erfahren, was die Menschen zur Palliativarbeit bewegt und interessiert“, bekräftigt Wiemann.

Die Örtlichkeit für die weiteren Themenabende sei noch nicht festgelegt, sagt Plumhof. Der Verein wolle sich im ganzen Landkreis oder auch in Nienburg bewegen.

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