„Theater auf Tour“ setzt Jugendbuchheldin in Sulingen beeindruckend in Szene

Conni im Weihnachtsstress

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Conni freut sich auf die Weihnachtsvorbereitungen mit ihrer Familie – aber dann geht irgendwie alles schief.

Sulingen - Von Martina Kurth-Schumacher. Conni Klawitter, Heldin der gleichnamigen Kinder- und Jugendbuchreihe, ist jungen „Leseratten“ in den letzten 20 Jahren zur Freundin geworden. Am Samstag zeigte das Kinder- und Jugend-Tourneetheater „Theater auf Tour“ auf Einladung des Kulturvereins Sulingen die Bühnenfassung der Episode „Das ganz spezielle Weihnachtsfest“ von Julia Boehme in einer Bearbeitung von Tristan Berger im Stadttheater. Die Auswahl des Stückes gefiel: Geschäftsführerin Ariane Hanselmann freute sich über ein ausverkauftes Haus.

Viele Familien nutzten das Angebot des Kulturvereins für ein gemeinsames Theatererlebnis am zweiten Adventssamstag. Die Geschichte: Es sind nur wenige Tage bis zum Heiligen Abend. Conni freut sich auf das Schmücken des Baums, auf Lebkuchen und Spekulatius. Leider ist die Familie nicht gerade in Weihnachtsstimmung. Alles geht schief, nichts läuft wie geplant. Kater Mau, Connis bester Freund, heult mit ihr im Duett.

Conni springt als Engel in der Weihnachtsgeschichte ein und findet niemanden, der mit ihr den Text übt. Sie muss auf ihren „Quengelbruder“ Jakob aufpassen. Und verliert ihn beim Weihnachtsmarkt. Schließlich kündigt sich auch noch Besuch an: Onkel Albert und sein Hund Buddel sprengen die traute Familienrunde. „Ein spezielles Weihnachtsfest kann sehr schön sein“, lautet am Ende die Bilanz von Conni.

Unter der Regie von Kosmas Chatziioannidis bot das Ensemble eine souveräne Leistung. Die Akteure setzten die Story spielfreudig und souverän um. Spannend waren die unterschiedlichen Erzähl- und Aktionsebenen. Kater Mau, der als Erzähler eine tragende Rolle spielte, war auch als „Kulissenschieber“ im Einsatz. Beeindruckend waren die farbenfrohen, mit Liebe zum Detail geschneiderten Kostüme (Regina Glosauer) und das raffinierte, mit wenigen Handgriffen zu verwandelnde Bühnenbild (Stefanie Volkmar), das den Kindern an wechselnden Schauplätzen einen direkten Zugang zu der Geschichte ermöglichte.

„Wir brauchen eine Geschichte, ein Textbuch, Kulissen und Kostüme, einen Regisseur, eine Bühne und vor allem Publikum. Wenn wir euch nicht hätten, wäre Theater spielen ziemlich langweilig, denn es würde niemand zugucken. Dann bräuchten wir auch keine besonderen Kleider oder Bühnenbilder und überhaupt gäbe es wahrscheinlich kein Kindertheater“, hieß das auf den Fan-Postern kindgerecht formulierte Anliegen des Ensembles.

In Sulingen ist es einmal mehr gelungen, die junge Generation zu begeistern: für „das Große aller Zeiten – auf den Brettern, die die Welt bedeuten.“

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