„Sulingen 2.029“ will Initiative für Ideenwettbewerb gewinnen

Tapetenwechsel in der City?

Will die Initiative Sulingen für einen Ideenwettbewerb begeistern: Helmut Weiß, Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“ im Bürgerbeteiligungsprozess. - Foto: Schlotmann

Sulingen - Montag kommen die Mitglieder der Initiative Sulingen zur Jahreshauptversammlung zusammen – und beraten unter anderem über Möglichkeiten einer Strategie zur Aufwertung der Langen Straße. Hinter dem Tagesordnungspunkt „Tapetenwechsel“ verbirgt sich eine Idee der Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“ des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir sind Sulingen 2.029“. Sie regen einen Ideenwettbewerb an, der am Ende zu einer Attraktivitätssteigerung der „Sulinger Meile“ beitragen soll.

Zu den Ideengebern der Gruppe „Wohlfühlstadt“, die von der Ratsfrau Rita Mohrmann geleitet wird, gehören die Arbeitsgruppenmitglieder Claus Wilhelm Vocke und Helmut Weiß. Weiß gestern auf Anfrage dieser Zeitung: „Idee ist, mehrere Planungsbüros dafür zu gewinnen, mit ihren Gedanken aktiv und kreativ an der Gestaltung der Innenstadt mitzuwirken, aber auch Pläne zu entwickeln, wie die ‚Meile‘ sich im Jahr 2029 darstellen könnte. Pläne, die man bei Bedarf ziehen kann; nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Sie, Vocke und Weiß, hätten die Überlegungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Bürgerbeteiligungsprozesses dem Vorstand der Initiative während dessen letzter Sitzung vorgetragen. Der Vorstand hob den Vorschlag auf die Tagesordnung der anstehenden Mitgliederversammlung. Was Helmut Weiß nur recht ist: „Wenn das Projekt selbst auch nur eine kleine Gruppe begleiten sollte, erscheint es uns doch wichtig, von Beginn an möglichst viele Beteiligte mit einzubinden.“ Das gelte auch für Rat und Verwaltung der Stadt Sulingen. Die Vorsitzenden der Fraktionen im Sulinger Rat sollen zu der Zusammenkunft am Montag eingeladen worden sein.

Weiß: „Wer am Montag fertige Ablaufpläne für einen Ideenwettbewerb erwartet, den müssen wir enttäuschen. Der Prozess muss aus der Gruppe der Beteiligten heraus entstehen.“

Er und Claus Wilhelm Vocke würden sich (zunächst) darauf beschränken, mit Horst Heinicke aus Bremen einen Moderator zu empfehlen, der bereits Bereitschaft signalisiert habe, das Vorhaben zu begleiten.

Heinicke ist Produktmanager Städtebau der Planungsgesellschaft Sweco in Bremen (ehemals Grontmij) und verantwortet laut Helmut Weiß aktuell das Regionalmanagement Mitte Niedersachsen. Weiß: „Was wir brauchen, sind kreative Ideen – und nicht den Pollerplaner von 1983. Ich glaube, dass Horst Heinicke über die erforderlichen Kontakte verfügt. Außerdem kennt er die Region.“ In einer den Wettbewerb begleitenden Projektgruppe sollten aus Sicht der Ideengeber neben Vertretern der Initiative auch welche der Arbeitsgruppe „Wohlfühlstadt“ mitarbeiten; etwa Wiebke Blohm, Leiterin des Fachbereiches Bauen, Ordnung und Wirtschaft der Stadtverwaltung, oder auch Martin Koenen als Wirtschaftsförderer der Stadt.

Weiß: „In der Arbeitsgruppe wirkt ja auch die Politik mit; also ist auch in diese Richtung eine Schnittstelle vorhanden.“

Das Vorhaben, das Projekt in die Hände der „Initiative Sulingen“ zu geben, kommt nicht von ungefähr. Helmut Weiß: „Wir hoffen dadurch auch den Einzelhandel zu motivieren, sich aktiv in die Attraktivitätssteigerung mit einzubringen.“ Zu den Kosten will sich der Mitarbeiter der „Wohlfühlstadt“ (noch) nicht äußern. Nur so viel: „Wer den Hut aufhat, der bezahlt auch.“ 

oti

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