Tapetenwechsel

Papier ist geduldig – der Bürger nicht

Ein Kommentar von Carsten Schlotmann - Die Initiative Sulingen greift in die Tasche – und lässt sich die Entwicklung von Ideen zur Aufwertung der Innenstadt 15 000 Euro kosten. Das ist löblich. Schon heute steht fest: Die Ergebnisse des Dialogverfahrens werden Begehrlichkeiten wecken.

Ob – und inwieweit – diese erfüllt werden, liegt dann nicht mehr in den Händen der Ideengeber, sondern viel mehr in denen der öffentlichen Hand und der Anlieger; Händler sowie Gebäude- und Grundstückseigentümer gleichermaßen. Auf die hat die Initiative nur bedingt Einfluss. Horst Heinicke malte am Montag bunte Bilder, sprach neben einem Gesamtkonzept von Wasserspielen und Lichtinstallationen, auch von der Schaffung von Räumen, die zu einer Aufwertung der Sulinger Meile führen sollen. 

Neu sind die Pläne nicht. 2003 hatte das Büro Ulrike Brandi aus Hamburg einen Masterplan Licht für die Sulinger Meile entwickelt, unter anderem die Agentur „Drive“ aus Hannover Konzepte zur Bespielung der Sulinger City. Umgesetzt wurde wenig. Gescheitert ist das Gros der Vorhaben an der Bereitschaft der öffentlichen Hand und der Anlieger, Räume und Mittel für deren Umsetzung bereit zu stellen.

Soll der Prozess Tapetenwechsel von Erfolg gekrönt sein, ist deren Mitarbeit schon an der Entwicklung unumgänglich. Dass das Dialogverfahren zu frischen Ideen führt, ist unstrittig.

Initiative und Arbeitskreis werden sich daran messen lassen müssen, welche tatsächlich umgesetzt werden. Papier ist geduldig, der Bürger nicht.

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