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Ausgelassene Stimmung in Sulinger Kneipen und Lokalen

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Menschen feiern in einer Kneipe.
Ein volles Haus gab es am Samstag nicht nur im „Amtsschimmel“. © Kurth-Schumacher

Mehr als 1 000 Besucher feiern bei der Premiere von „Sulingen tanzt“.

Sulingen – Ist „Sulingen tanzt“ eine passende Veranstaltung in diesen Zeiten? Die Ideengeber waren sich sicher, die Gastronomen vorsichtig optimistisch, dass das Konzept ankommt. Die Zielgruppe stimmte am Ende mit den Füßen ab: Mehr als 1 000 feierfreudige, musikbegeisterte Besucher pilgerten am Samstag in die Innenstadt.

„Die Stimmung ist klasse, die Leute sind total glücklich“, sagte Feenja Jürgens (Pizzeria „Capo Caccia“), die das Event federführend organisiert hatte, mit Blick auf die vielen Gäste, die im Klubraum zu den Gute-Laune-Tracks von Stimmungsmacher DJ „Chriz N“ tanzten und feierten. „Am späteren Abend werden wir auch im Restaurantbereich Platz schaffen und dort eine zusätzliche Bar aufstellen“, kündigte Jürgens an.

Fünf Musiker beim Auftritt.
Die Band „Mainstreet“ im „Hotel zur Börse“. © Kurth-Schumacher, Martina

Eng wurde es überall. Egal ob im „Café Alte Wache“, im „Lindeneck“, im Restaurant „Hausgemacht“, im „Amtsschimmel“, im „Hotel zur Börse“ oder bei „Ute“: Zeitweise ging nichts mehr, das Personal kam nicht mehr durch. Börsenwirt Christian Kenneweg zog um 21 Uhr mit einem „Einlass-Stopp“ vorübergehend die Notbremse. Dabei hatte er im Vorfeld Bedenken, dass überhaupt Leute kommen: „Wir haben trotzdem mitgemacht, weil wir uns als einer der größten Gastronomiebetriebe nicht ausschließen wollten“. Im Nachhinein sei das die beste Entscheidung gewesen, unterstrich Kenneweg. Die Bands „Mainstreet“ und „Anlasser“ füllten den großen Saal des Traditionshotels mit hier sonst selten gehörten Power-Rock-Klängen. Großartig.

Lob erhielten die Ideengeber für die tolle Auswahl der Bands; die meisten von ihnen aus der Region und nach der langen Corona bedingten Auftrittspause durch die Bank hoch motiviert. „Es ist so schön, wieder live zu spielen“, offenbarte der Frontmann der Twistringer Band „Rockfabrik“, die die Besucher im „Lindeneck“ mit melodischen Rockballaden begeisterte. Einen eigenen Fan-Klub versammelte auch „Akkis Garage“ im „Café Alte Wache“ um sich. Sehenswert war der Auftritt von Diana Babalola („Hausgemacht“). Die Halbfinalteilnehmerin der Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ (2018) punktete mit starker Stimme, insbesondere ihre eigenen Songs gefielen. Auch bei „Ute“ trat ein Solokünstler auf: „Gitman“ schaffte es mühelos, die große Feiergemeinde bis in den frühen Morgen zum Singen und Tanzen zu animieren.

Fünf Männer machen Musik.
Im „Lindeneck“ gastierte „Rockfabrik“. © Kurth-Schumacher, Martina

„Das ist hier wie Heiligabend zu besten Zeiten“, hieß es im Amtsschimmel, wo die Band „Red Light District“ kurz nach 20 Uhr zur „Abfahrt“ pfiff. „Auch wenn die Drängelatmosphäre ungewohnt und einem etwas mulmig zumute ist: Irgendwie hat genau das in den letzten beiden Jahren gefehlt“, war zu hören.

Der Rahmen der Veranstaltung, die von rund zwanzig Sponsoren aus der Geschäftswelt finanziell unterstützt wurde, war perfekt organisiert. Aus dem Spendentopf konnte ein großer Teil der Kosten für Bands und Security gedeckt werden – zur Entlastung der Gastronomen, die schwierige Zeiten hinter sich haben. Auswärtige wunderten sich, dass so eine Top-Veranstaltung aus dem Nichts gestampft wurde, Sulinger stellten dagegen ganz selbstbewusst fest: „Unsere Stadt ist besonders. Wenn so etwas möglich ist, dann hier.“

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