Offene Krabbelgruppe / Angebotsstart am 18. Oktober 

Tandem Kornau begleitet „Café Kinderwagen“

Partner im Projekt „Café Kinderwagen“: Swantje und Renate Kornau, Kerstin Nicolaysen, Anke Harzmeier und Monika Jahnke (von links). - Foto: Schlotmann

Sulingen - Die Mitarbeiter des Familiengesundheitszentrums Sulinger Land weiten ihr Portfolio weiter aus – und bereiten sich aktuell auf die Aufnahme des „Café Kinderwagen“ vor. „Quasi eine offene „Krabbelgruppe‘ für Kinder im ersten Lebensjahr und deren Eltern, die von einer Hebamme und einer ausgebildeten Erzieherin begleitet wird“, erklärt Monika Jahnke, Koordinatorin der Einrichtung. Angebotsstart ist am 18. Oktober in den Räumen an der Bassumer Straße. Fortan empfangen dann immer dienstags die Hebamme Swantje Kornau und die Erzieherin Renate Kornau ihre Gäste.

Entwickelt wurde das Angebot im Netzwerk „Frühe Hilfen“, in dem seit 2013 auf Einladung des Landkreises Diepholz das Gros der regionalen Einrichtungen und Institutionen mitwirkt, deren Fachkräfte Kinder und damit auch deren Eltern in der Entwicklung unterstützen. „Die Idee des ‚Café Kinderwagen‘ stammt im Ursprung aus Nordrhein-Westfalen“, erklärt Kerstin Nicolaysen, Mitarbeiterin des Fachdienstes Jugend des Landkreises Diepholz, die als Koordinatorin des Netzwerkes eingesetzt ist. An der Entwicklung des Konzeptes für die Region Sulingen wirkten unter anderem die Koordinatorin des Familiengesundheitszentrums Sulinger Land sowie Anke Harzmeier, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sulingen, mit.

Dass Bedarf an einem „Café Kinderwagen“ vorhanden ist, gilt bei allen Beteiligten als unstrittig: „In Sulingen und Umgebung gibt es nur wenige Angebote für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bis zum ersten Lebensjahr“, weiß Kerstin Nicolaysen. „Viele sind zeitlich befristet und kosten Gebühren.“ Die Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt finden in einem bestimmten Rhythmus statt. Dazwischen suchen Eltern den Kinderarzt oft nur dann auf, wen das Kind krank ist. „Da Müttern oftmals auch der familiäre Bezug zu Großmüttern oder Müttern fehlt, bleiben viele Fragestellungen unbeantwortet.“

Antworten sollen Ratsuchende zukünftig im „Café Kinderwagen“ erhalten; entweder durch den Dialog der Besucher untereinander oder unter Einbeziehung der Hebamme beziehungsweise der Erzieherin. „Die Mütter und Väter kommen bei einem Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch“, hofft Nicolaysen. Die Eltern könnten die Beratung und Unterstützung der Hebamme und Erzieherin zu Fragen der Entwicklung ihres Kindes und seiner Bedürfnisse in Anspruch nehmen und erhielten so Sicherheit und Unterstützung und würden in ihrer Elternkompetenz gestärkt. „Ein niedrigschwelliges Angebot für alle Eltern im Alter der Kinder von bis zu einem Jahr, in einer sensiblen Zeit, wenn es nur wenige andere Angebote gibt.“

Die Verpflichtung des „Tandems“ Renate und Swantje Kornau bezeichnet die Mitarbeiterin des Landkreises als „Glücksgriff“. Renate Kornau war seit 1990 bis zum Beginn der passiven Phase der Altersteilzeit im Jahr 2013 als Erzieherin für die Stadt Sulingen tätig, leitete seit 2006 die Waldgruppe „Räuberhöhle“ der städtischen Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“. Hebamme Swantje Kornau: „Die Idee einer offenen Krabbelgruppe hatte ich schon lange im Kopf. Ich glaube schon, dass der Bedarf vorhanden ist.“

Die Finanzierung des Konzeptes? „Die liegt im Gros beim Landkreis“, erklärt Kerstin Nicolaysen. „Wir übernehmen die Personalkosten für die Hebamme und die Sachkosten.“

Renate Kornau wird zunächst ehrenamtlich tätig. Der Besuch des „Café Kinderwagen“ im Familiengesundheitszentrum Sulinger Land ist kostenlos. 

oti

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