900 Zuschauer im Stadttheater

Ballett-Tänzer präsentieren „Alice im Wunderland“

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Ballettschülerinnen unterschiedlicher Altersklassen standen gemeinsam auf den Bühnenbrettern.

Sulingen - Paula Brötzmann ist 17 Jahre alt, lebt heute in Bassum. Sie selbst bezeichnet sich als „begeisterte Tänzerin“. Sonnabend und Sonntag zählte sie zu den 160 Mitwirkenden, die während zwei Vorstellungen vor insgesamt etwa 900 Zuschauern „Alice im Wunderland“ zum Leben erweckten. Gastgeberin der beiden gut zweistündigen Ballettnachmittage war die Ballettschule Ina Zurek mit Dependencen in Bassum, Brinkum und Sulingen.

Paula Brötzmann tanze seit ihrem dritten Lebensjahr, seit zweieinhalb Jahren in der Ballettschule von Ina Zurek und ihrer Stellvertreterin Jennie Bielefeld. Was den Charme der Schule und insbesondere des Projektes ausmacht? „Die Kombination von klassischem Ballett und dem Modernen“, sagt die 17-Jährige. Charme habe genauso das Zusammenwirken von Ballettschülerinnen unterschiedlichster Altersklassen.

Ausdrucksstark bis in die letzte Szene: Rechts im Bild Paula Grube, die während der Vorstellungen Alice verkörperte.

Und genau das liege Ina Zurek am Herzen, sagt die Inhaberin der Ballettschule selbst. „Es geht uns nicht nur darum, tänzerische Qualitäten zu fördern. Wichtig ist uns, junge Menschen in ein Team einzubinden. Viele sprechen von Teamfähigkeit, fördern sie aber nicht. Wir machen nicht nur Ballett. Jeder verfügt über ein gewisses Maß an Charakterqualität. Wir stärken diese Qualitäten.“

160 Mitwirkende

Die 160 Mitwirkenden zeigten am Sonnabend und Sonntag in Stadttheater, dass sie die Philosophie, die Ina Zurek und Jennie Bielefeld in ihrer Arbeit verfolgen, verinnerlicht haben; angefangen bei den drei- bis fünfjährigen „Wassertröpfchen“ über Paula Brötzmann in der Rolle des Jack bis hin zu Paula Grube, die während der Vorstellungen Alice verkörperte. Jeder kannte seinen Platz „und war sich seiner Verantwortung bewusst“, lobt Zurek. Das Publikum honorierte die einzelnen Bilder immer wieder mit Applaus.

Etwa ein Jahr lang hatten sich die Tänzerinnen auf die Vorführungen vorbereitet; Paula Brötzmann, etwa, zweimal wöchentlich. Die 17-Jährige am Sonntag: „Umso mehr freut man sich auf die Aufführungen.“

Ina Zurek vor den Zuschauern zu Beginn der zweiten Veranstaltung: „Das Lampenfieber ist nicht geringer als bei der Premiere am Sonnabend. Die Anspannung vor der zweiten Aufführung ist die schlimmste überhaupt.“ Die Tänzerinnen ließen sich davon nichts anmerken. Die Gäste forderte die Leiterin der Ballettschule auf, nicht nur das eigene Kind zu sehen, „sondern den Kontext, in dem die Kinder jetzt stehen; in einem riesigen Team, betreut von einer zuverlässigen Mannschaft hinter der Bühne“.

Vielfältige Unterstützung

Unterstützt worden waren die beiden Vorführungen von langjährigen Wegbegleitern Zureks; unter anderem nannte sie Christian Kundel von „Ck-Lights“, Stefan Wessels im Sound, Andreas Bücken und das Theater Bremen in der Bühnentechnik sowie Karsten Schilke im Bereich Video und Thomas Kastner im Bereich Foto.

Nach der Show ist vor der Show: „Jennie Bielefeld hat gleich nach der Premiere angefangen, über eine Neuauflage nachzudenken“, erklärt Zurek. Angedacht sei die für das Jahr 2019. „Jetzt brauchen wir erst alle einmal eine Woche Pause.“

oti

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