1. Sulinger Wollfest rund ums Café am Stadtsee überzeugt Aussteller und Gäste

„Wie im Wohnzimmer“

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Kuscheltest: Regina Hoier (l.) am Stand von „Die Wolldiele“ aus Asendorf.

Sulingen - Regina Hoier ist da pingelig: Wenn es auch nur ein winziges bisschen kratzt, dann taugt die Wolle nicht als Schal. Deshalb will die Kirchdorferin die Wolle vor dem Kauf durch die Finger gleiten lassen. So, wie Regina Hoier geht es vielen Strickerinnen: Auf der Suche nach schöner Wolle wird man im Internet schnell fündig – aber wie fühlt sich das Garn an?

Abhilfe schaffte das 1. Sulinger Wollfest, das am Samstag und Sonntag in die Gartenidylle rund um das Café am Stadtsee nach Sulingen einlud. Händler präsentierten ihre Wollfavoriten aus aller Welt. Unifarben oder bunter Farbverlauf: Wie vielseitig das Wollangebot ist jenseits großer Firmen wird erst richtig deutlich bei solch einem Treffen. Und so darf man nicht nur gucken, sondern auch anfassen, staunen, fragen – odergleich losstricken. Nicht immer ist die Menge für einen ganzen Pullover vorrätig, auch im Woll-Business ist Lieferung auf Bestellung ganz selbstverständlich. „Der Anbieter fängt erst an zu färben, wenn ich die Wolle bestelle“, sagt eine Ausstellerin. So bleibt dem Strickfreund genügend Zeit, die passende Anleitung für die Wolle zu suchen. Oder aber, ein noch unfertiges Stück zu beenden. Wohl jede Strickerin, es sind zumeist Frauen beim Wollfest, hat einen Vorrat an traumhaft schöner Wolle, die unbedingt gekauft werden musste – aber noch nicht verstrickt ist. Am Wochenende wurde jener Vorrat sicherlich aufgestockt.

Ein Trend scheint die sogenannte Lace-Strickerei zu sein: Kunstvolle Lochmuster aus unterschiedlichen Garnen entfalten eine ganz besondere Hingucker-Qualität – ob als Schal oder Stola oder Jacke.

Die Qualität der handgefärbten Garne wiederum ist es, die Regina Hoier so fasziniert: „Jedes sieht anders aus – und ich wollte diesen vielen kleinen Anbietern ein Forum geben.“

Sulinger Wollfest

Das ist der Kirchdorferin und ihren Mitstreiterinnen vom „Sulinger Stricktreff“ gelungen. „Es ist wunderbar hier, wie im Wohnzimmer“, freuten sich Besucherinnen am Samstag, der mit Sonnenschein nicht geizte. Schattige Plätze, zum Plauschen und gemeinsamem Stricken in entspannter Atmosphäre – das passte. Auch am Sonntag beruhigte sich das Wetter nach Gewitter und Regen am Vormittag. Hoier hatte auch Aussteller ohne Wolle im Angebot, aber mit gleichfalls Handgemachtem gewinnen können: Seife, Fruchtaufstriche, Yogakissen wurden feil geboten. Gelungen auch die Filzbilder und Stuhlkissen aus Filz. Die „Männerecke“ war nicht unbedingt notwendig – die wenigen Herren, die ihre Damen begleiteten, genossen das Treiben vom Café aus. Der Harfenkünstler „Schoperio“ bildete da die Ausnahme. Wer sich bisher nicht an aufwendigere Strickanleitungen traute, erhielt fachmännischen Rat gleich mehrfach, auch in Workshops. Eine Wiederholung wird es wohl geben, vielleicht an einem anderen Termin – näher dran am Winter und den langen Abenden zum Stricken.

sis

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