Sulinger Jugendliche sind Teil des Adonia-Projektes / Aufführung im Stadtheater

„Ein jedes Jahr ist anders“

+
Begleiten im März dieses Jahres das Musical-Projekt: Justis Kaars, Rebecka Wübbold, Anna-Felina Focke und Celine Peter (hintere Reihe v.l.) sowie Leon Hötker, Elias Baumbach und Jona Max Schafmeyer (vordere Reihe v.l.).

Sulingen - Nein, in die Gruppe pubertierender Jungs, die keine Stimme haben, will sich Leon Hötker nicht einordnen lassen; auch wenn er für gewöhnlich das Spiel auf der Trompete dem Gesang vorzieht. Der 16-Jährige zählt zum Ensemble des Twistringer Blasorchesters, spielt genauso in der Sulinger J-Day-Band Thirst. Vom 20. März bis 26. März geht Hötker auf Tournee; nicht mit dem Blasorchester und auch nicht mit Thirst. Hötker ist, wie andere Jugendliche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen auch, Teil des Musicalprojektes des Vereins Adonia, der sich die christliche Jugend- und Chorarbeit zur Aufgabe gemacht hat. In Sulingen stellt Adonia am Sonnabend, 26. März, ab 18.30 Uhr das Musical „Petrus der Jünger“ im Stadttheater vor. Der Aufführung im Mittelzentrum gehen welche in Holzminden und Minden voraus – und ein dreitägiges Camp zur Vorbereitung in Lemgo.

Nach Veranstalterangaben hatten 2015 mehr als 75000 Besucher die Aufführungen der 34 verschiedenen Adonia-Chöre besucht. Ein Chor setzt sich aus an die 70 Mitwirkenden zusammen; alle im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren. „Man kann sich für die Kategorien Band, Tanz, Theater und Gesang bewerben“, erklärt der 15-jährige Jona Max Schafmeyer, der in diesem Jahr das dritte Mal ein Adonia-Projekt begleitet.

Schon im Januar hatten die Angehörigen der Sulinger Gruppe eine CD zum Musical erhalten, um sich schon im Vorfeld mit den Liedtexten zu beschäftigen. Während des Camps wird geprobt. „In Lemgo schlafen wir in einer Schule in Klassenräumen“, weiß die 18-jährige Celine Peter, die in diesem Jahr auf eine zehnjährige Adonia-Erfahrung zurückblicken kann. Aber: „Jedes Jahr ist anders. Man lernt immer wieder neue Leute kennen.“

Das sei das, was die Projekte ausmacht, erklärt Leon Hötker. „Man kennt sich nicht, aber irgendwie doch. In jedem Jahr entsteht eine neue, eine wunderbare Gemeinschaft.“ Der 16-Jährige hat im Jahr 2012 erste Erfahrungen in der Teilnahme an einem Adonia-Projekt gesammelt. „Und ich habe es nicht bereut.“ Rebecka Wübbold (17; fünfte Teilnahme), Justis Kaars (15; vierte Teilnahme) und Elias Baumbach (12; zweite Teilnahme) nicken. „Das macht Spaß“, sagt Elias Baumbach.

„Und man hat nach jedem Projekt neue Geschichten zu erzählen“, erklärt die 17-jährige Anna-Felina Focke, die ihrer sechsten Projektteilnahme entgegenblickt. Auch über Beziehungsgeschichten? Die 17-Jährige lächelt, verneint: „Ich persönlich nicht.“ Spannend sei auf jeden Fall, dass die jüngeren Teilnehmer von den älteren lernen würden. Laut Celine Peter gelte das auch schon für die Reisevorbereitungen: „Eine Trinkflasche und Halsschmerztabletten gehören auf jeden Fall in das Gepäck; zumindest dann, wenn man im Chor mitsingt.“

Dem Heimspiel im Sulinger Stadttheater am 26. März blicken alle Sulinger Teilnehmer gespannt entgegen. Zuletzt machte Adonia im Jahr 2014 mit „Johannes der Täufer“ im Stadttheater Station. 400 Zuschauer verfolgten die Darbietung.

Der Eintritt ist auch in diesem Jahr wieder frei.

oti

Mehr zum Thema:

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

CDU gewinnt Saar-Wahl - Kein Schub für SPD

Aller-Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden

Aller-Hochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden

Niedersachsen-Hit entsteht in Wetschen

Niedersachsen-Hit entsteht in Wetschen

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Jubiläumsjagd des Verdener Schleppjagd-Reitvereins

Meistgelesene Artikel

Sattelzug blockiert Lange Straße

Sattelzug blockiert Lange Straße

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Palliativstützpunkt: Vorstand schließt Kassenprüfer aus

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Hochkarätige Akteure prügeln sich im Dreyer Sportcenter Dassbeck

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Kommentare