Sulinger Hakan Kavut berät Unternehmen

Agentur „Ersu Media“: „Digitales Polster“ als Krisenschutz für Unternehmen

Ein junger Mann steht vor einem Baum.
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Die Unternehmen im Umland „wachrütteln“ für die Digitalisierung möchte Hakan Kavut mit „Ersu Media“.

Sulingen – Das Stichwort Digitalisierung ist vielen inzwischen geläufig, aber positive Empfindungen werden damit nur selten verknüpft. Das möchte Hakan Kavut ändern: Er und Mitarbeiter seiner Digitalagentur „Ersu Media“ beraten Sulinger Unternehmen dabei, die digitalen Chancen zu nutzen.

Sich selbst bezeichnet der 19-Jährige als „Digital Native“: „Als ich geboren wurde, war Digitalisierung noch ein Fremdwort. Aber ich bin damit aufgewachsen und kann vermitteln, für welche Chancen sie steht.“ Gerade die Pandemie habe gezeigt, dass viele Unternehmen dafür aber schlecht aufgestellt gewesen seien. Sie hätten gelitten, weil ihnen ein „digitales Polster“ gefehlt habe – also digitale Lösungen, um mit den Einschränkungen durch die Lockdowns besser umgehen zu können.

Das fange bereits mit der Internetseite für das Unternehmen an, die sich um digitale Lösungen erweitern lasse, nennt Kavut ein Beispiel. So habe er im Frühjahr für die Inhaberin eines Schuhgeschäfts eine Internetseite eingerichtet, über die Kunden bei ihr Termine buchen konnten, um im Zuge von „Click & Collect“ bestellte Artikel abholen zu können. Für andere Firmen habe er einen Onlineshop eingerichtet und Möglichkeiten, damit sie mit ihren Kunden in Kontakt bleiben konnten.

Aus Unternehmen eine Marke machen

Das Erstellen von Internetseiten sei aber nur ein zusätzlicher Service für den Kunden, falls noch keine vorhanden ist. Im Vordergrund der Beratung stehe die Analyse der Zielgruppe für „Branding, Recruiting und E-Commerce“. Dahinter verberge sich vor allem der Ansatz, aus einem Unternehmen eine Marke zu machen, die sich in den sozialen Medien behaupten kann – sowohl um Kunden zu gewinnen als auch um Fachkräfte und Auszubildende zu finden und an das Unternehmen zu binden.

Mit diesem Thema sollten sich auch kleinere und mittelständische Unternehmen beschäftigen, ist sich der Agenturinhaber sicher, und er selbst habe auch schon Anwälte, Steuerberater oder Handwerksbetriebe dabei erfolgreich beraten. „Wichtig ist, dass der Chef nicht mehr im, sondern am Unternehmen arbeitet.“ Auch dabei könne die Digitalisierung helfen, beispielsweise, indem durch eine Umstellung auf eine digitale Buchhaltung mehr Zeit für andere Aufgaben frei wird.

Erstes Start-up bereits mit 13 Jahren

Mehr Zeit für sein eigenes Unternehmen hat Kavut seit wenigen Wochen, denn kürzlich beendete er das Gymnasium Sulingen erfolgreich mit dem Abitur. Trotz seines jungen Alters verfügt er allerdings bereits über reichlich Erfahrung – als Gründer ebenso wie als Online-Anbieter. Bereits mit 13 Jahren habe er einen smarten Indoor-Garten konstruiert, der aber mangels Investoren noch nicht weiter vermarktet worden sei. Später sei er als Influencer aktiv gewesen mit fast 200 000 Followern auf Instagram, und dann habe er Onlineshops gegründet, um Produkte aus dem Großhandel zu vertreiben. Dabei habe er gelernt, wie Werbung auf Facebook funktioniert – zusätzlich habe er diverse Bücher gelesen über Unternehmertum und Markenentwicklung. Seine Kenntnisse habe er zunächst an andere Influencer vermittelt, denn „es reicht nicht, ein Foto von sich zu posten, es steckt viel mehr dahinter, um damit auch Geld zu verdienen.“ Auf diese Arbeit seien andere Unternehmen aufmerksam geworden, und so habe sich der Fokus verändert. Inzwischen habe er drei Festangestellte und arbeite mit verschiedenen Freelancern zusammen. Die Gründung einer Zweigstelle in Hannover sei in Planung, aber zunächst richte sich der Blick auf die hiesige Region: „Ich möchte die Unternehmen, gerade im Umland, etwas wachrütteln.“ Das sei ihm schon vielfach gelungen. „Auf das Feedback für meine Arbeit bin ich stolz.“

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