Sängerinnen geben Jubiläumskonzert

Sulinger Frauenchor hat 100. „Geburtstag“

Im geschmückten Wagen nahmen die Sängerinnen 1979 am Umzug bei der 950-Jahr-Feier der Stadt Sulingen teil.

Sulingen – Der Frauenchor Sulingen hat am Dienstag „runden Geburtstag“: Er wurde am 14. Mai 1919 im Hotel Ratskeller gegründet. Das erste dokumentierte Konzert des offensichtlich sehr ambitionierten Sängerinnenkreises fand am 28. Oktober 1921 unter der Mitwirkung des Waldhornquartetts der früheren königlichen Kapelle zu Hannover sowie der Kammermusiker Schütte, Wider und Unger und des Kammervirtuosen Klöpfel statt.

Hugo Wichmann leitete den Chor bis 1934. Nach der kriegsbedingten Pause nahmen musikbegeisterte Mädchen und Frauen das Vereinsleben im Januar 1952 wieder auf, als Chorleiter konnten sie Lehrer Wilhelm Stahmann gewinnen. Den Vorsitz übernahm Lilly Leymann, die 1964 von Else Boehlke abgelöst wurde. Große Verdienste erwarb sich Christa Gaumann: Von 1967 bis 2004 prägte sie die Geschichte des Vereins als Vorsitzende entscheidend mit. Ihre Tochter Gaby Gaumann übernahm das Ruder 2006 von Brigitte Schlüßler.

Ein Höhepunkt der ereignisreichen Vereinsgeschichte war die Beteiligung des Chores an einer Schallplattenaufnahme mit Kompositionen des damaligen Chorleiters Richard Käthner (1966 bis 1979) anlässlich der 950--Jahr-Feier der Stadt. Oder auch die Teilnahme am Frauenchor-Festival in Herne und der Besuch des Bundes-Sängerfestes in Hamburg: Beides fiel in die Ära des früh verstorbenen Chorleiters Bernhard Klein (1979 bis 1984). Peter Knospe (1984 bis 1993), Michael Salge (1993 bis 1995) und Helmut Melcher (1995 bis 1999) folgten ihm als Dirigenten.

Seit 1999 hält Chorleiter Peter Knospe die musikalischen Fäden wieder in der Hand. Das Repertoire des Chores besteht aus anspruchsvollen Volksliedern in dreistimmigen Sätzen. Neben Auftritten in Gottesdiensten, bei Festlichkeiten, Kreischor- und Weihnachtskonzerten sowie Feiern in privatem Rahmen präsentieren sich die Sängerinnen ein- bis zweimal jährlich mit eigenen Veranstaltungen der Öffentlichkeit. Zu Übungsabende treffen sie sich mittwochs (17.30 bis 19 Uhr) in der Alten Bürgermeisterei.

Ein Auftritt des Frauenchores mit Chorleiter Wilhelm Stahmann, Anfang der Sechzigerjahre.

Die 24 Sängerinnen im Alter zwischen Anfang 50 und Ende 80 verbindet die Liebe zur Chormusik, aber auch die Freude an der Gemeinschaft. Dass jeweils über 90 Prozent der Mitglieder an den wöchentlichen Chorproben teilnehmen, spricht für sich. Der Zusammenhalt zeichne den Frauenchor aus, unterstreicht Gaby Gaumann: „Alle singen mit großer Freude, und auch die Älteren fühlen sich gut aufgehoben.“ Ehrensache sei etwa die Organisation eines Fahrdienstes zu den Übungsabenden für diejenigen, die nicht mehr mobil sind.

Mehrtägige Fahrten sind inzwischen Geschichte, Tages- und Halbtagesausflüge gehören nach wir vor zum Angebot. Aktuell konzentriert sich der Frauenchor auf die Feier seines 100-jährigen Bestehens mit einem Konzert am Sonntag, 26. Mai, 16 Uhr, in der Alten Bürgermeisterei (Eintritt frei), danach richtet sich der Blick nach vorn. Gaby Gaumann: „Wir wollen die Geschichte weiterschreiben. Wie alle anderen Chöre hoffen wir, neue Mitglieder gewinnen zu können.“  mks

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