Beauftragung als Prädikantin

Sulinger Diakonin Rielana Sundermeier: Ehrenamt und Hauptamt vereint

Eine Frau steht mit dem Abendmahlgeschirr vor dem Altar in einer Kirche.
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Auf das Feiern des Abendmahls freut sich Rielana Sundermeier als neu beauftragte Prädikantin am meisten.

Sulingen – Rielana Sundermeier ist vielen Menschen im Sulinger Land vertraut als Diakonin sowie als Jugendwartin des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz. Künftig wird sie jedoch auch in neuer Rolle zu erleben sein: Vom Sprengel Osnabrück wurde sie als Prädikantin für den Kirchenkreis beauftragt und am Sonntag, 7. November, wird sie mit einem Gottesdienst um 15 Uhr in der Sankt-Nicolai-Kirche in Schmalförden in ihr Amt eingeführt.

Die Ausbildung zur Prädikantin begann für Rielana Sundermeier im Herbst 2019 mit dem ersten Modul, nach zwei weiteren folgte im April und Mai dieses Jahres ihre Mentorenzeit, die sie in den Kirchengemeinden Schmalförden und Neuenkirchen bei Pastorin Silke Kuck absolvierte. Dort hielt sie eigene Gottesdienste ab, erhielt von ihrer Mentorin jeweils ein Feedback. Den Abschluss bildete nun das Kolloquium bei Regionalbischof Friedrich Selter vom Sprengel Osnabrück. „Wir wären auch schneller fertig gewesen, wenn Corona uns nicht ausgebremst hätte“, sagt Rielana Sundermeier. Nicht alle Bestandteile der Ausbildung hätten online absolviert werden können: „Geplant war, dass ich im Sommer 2020 fertig werde.“

Zwar wurde sie gemeinsam mit acht weiteren Ehrenamtlichen als Prädikantin beauftragt – bei der Ausbildung beschritt sie jedoch einen Sonderweg, eine von der Landeskirche eingerichtete Fortbildung für Menschen mit theologischer Vorbildung. Sie sei nicht die einzige Diakonin im Kirchenkreis, die auch Prädikantin ist: Im Vorjahr sei Sonja Bachhofer aus Kirchdorf berufen worden, zuvor hätten bereits Rüdiger Fäth aus Diepholz und Jörg Brand aus Barnstorf die Fortbildung absolviert.

Solch eine Urkunde über ihre Beauftragung erhielten alle neuen Prädikanten.

Schon in ihrem Studium habe sie gelernt, Predigten zu halten und Gottesdienste zu leiten, tue dies auch schon, in Absprache mit den Pastoren. Allerdings unterscheide sich ihr Studiengang stark von dem für Pastoren: „Diakone sind eigentlich Religionspädagogen.“ Also mehr Pädagogik, weniger Theologie „und vor allem fehlen uns die alten Sprachen.“

Über Predigten sei dennoch in der Fortbildung viel gesprochen worden, und sie habe dabei auch viel Neues gelernt, aber die eigentliche Veränderung sei, dass sie als Prädikantin eigenständig Abendmahl feiern dürfe: „Das war für mich der Hauptgrund für die Fortbildung.“ Als Diakonin dürfe sie das Abendmahl nicht einsetzen, aber sie habe in ihrer Arbeit gemerkt, dass auch Jugendliche es gerne feiern wollen. Für jede Abendmahlsfeier, etwa im Rahmen einer Freizeit oder mit den Konfirmanden, habe sie bislang eine Sondergenehmigung einholen müssen, beim Regionalbischof oder zuvor bei der Landessuperintendentin. „Ich freue mich darauf, nun mit unterschiedlichen Menschen das Abendmahl feiern zu können.“ Mit der liturgischen Feier verbinde sich für sie „ein weites Spektrum“: Es habe etwas Geheimnisvolles, es verbinde Menschen und es gehe um die Fragen: „Was ist das Abendmahl, und was ist es für mich?“

Was Rielana Sundermeier jedoch, trotz ihrer Vorbildung, mit den übrigen Absolventen verbindet: Auch für sie ist die Aufgabe ein Ehrenamt. Zuständig ist sie nicht nur für Sulingen, wo sie seit 2014 als Diakonin tätig ist, sondern sie kann im gesamten Kirchenkreis von den Kirchengemeinden als Prädikantin angefragt werden.

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