Sulinger Arbeitsgruppe plant Aktivitäten

Was brauchen die Flüchtlinge?

Zu den Teilnehmern der ersten Sitzung des Arbeitskreises „Flüchtlingsbetreuung“ zählten Hans-Rudolf Kalus, Astrid Ellmers und Dirk Rauschkolb von der Stadt Sulingen sowie Thekla Löchel und Karin Wutzke, hier bei einem Treffen im November (von links).
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Zu den Teilnehmern der ersten Sitzung des Arbeitskreises „Flüchtlingsbetreuung“ zählten Hans-Rudolf Kalus, Astrid Ellmers und Dirk Rauschkolb von der Stadt Sulingen sowie Thekla Löchel und Karin Wutzke, hier bei einem Treffen im November (von links).

Sulingen - Wie kann man den Flüchtlingen aus Krisengebieten, die in Sulingen untergebracht werden, konkret helfen, sich in der Stadt wohl zu fühlen, sich schnell zu integrieren? Ideen sammelte die Arbeitsgruppe „Flüchtlingsbetreuung“, die hauptamtliche Hilfe seitens der Verwaltung und ehrenamtliche Hilfe durch engagierte Sulinger koordinieren soll (wir berichteten) jetzt bei ihrer ersten Sitzung im Rathaus. 14 Teilnehmer – aus der Verwaltung, aus dem Kreis der Helfer um Karin Wutzke und Thekla Löchel sowie weitere Interessierte – fanden sich ein: „Es ist eine offene Gruppe“, betont Bürgermeister Dirk Rauschkolb, „wir wollen es auch künftig so halten, dass neue Mitstreiter zu den Treffen willkommen sind.“

Aktuell leben 76 Flüchtlinge in der Stadt, jetzt wurde die Aufnahmequote um 54 Personen auf 123 erhöht. „Deswegen ist es wichtig, dass wir schon im Vorfeld gut aufgestellt sind“, so Rauschkolb. Voraussichtlich bereits am Montag kommen zehn Flüchtlinge aus dem Sudan, Männer im Alter von 20 bis 34 Jahren, aus dem Aufnahmelager in Braunschweig nach Sulingen. Vorübergehend werden sie in der Obdachlosenunterkunft der Stadt einquartiert, später in eine noch zu renovierende Wohnung einziehen. Empfangen werden sie am Montag in der Verwaltung auch drei „Flüchtlingsbegrüßer“ aus den Reihen des Arbeitskreises: „Die Idee ist, kleineren Gruppen von Flüchtlingen beziehungsweise Familien Paten an die Seite zu stellen“, erläutert Rauschkolb.

Die Arbeitsgruppe will Flüchtlingen helfen, die Sprachbarriere zu überwinden – geplant ist eine Liste mit der Übersetzung wichtiger deutscher Vokabeln, etwa aus dem Arabischen, außerdem werden Möglichkeiten geprüft, Deutschkurse anzubieten. Ein auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge abgestimmter Flyer mit wichtigen Einrichtungen in der Stadt soll gestaltet werden. Gerne hätte man Sulinger im Kreis der Helfer, die Arabisch und Deutsch sprechen.

Angedacht ist, für sinnvolle Beschäftigung zu sorgen: Personen ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung dürfen kein reguläres Arbeitsverhältnis aufnehmen, doch die Verwaltung prüft, ob Praktika und gemeinnützige Tätigkeiten (auch versicherungsrechtlich) möglich sind.

Die Mitglieder der Arbeitskreisgruppe möchten Flüchtlinge direkt in die Flüchtlingshilfe einbeziehen, um Bedarfe aus erster Hand zu erfahren. Möglichst schon beim nächsten Treffen – das beginnt am Montag, 23. Februar, um 18.30 Uhr im Rathaus.

ab

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