„Es wäre ein Traumgrundstück“ 

Wohnprojekt der Lebenshilfe: Knoerig bringt Telekom-Objekt ins Spiel

+
Besichtigten das Objekt: Stefan Lönneker und Jörg Matzdorff (Corpus Sireo Real Estate GmbH), Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig, Geschäftsführerin Annette Lüneburg und Vorstandsmitglied Tanja Günnemann von der Lebenshilfe, Gunter Koop (Lohmann Bau, Kirchdorf), Margret Herzog (Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe), Rolf Lohmann (Geschäftsführer Lohmann Bau) und Gerald Schmidt vom Vorstand der Lebenshilfe (von links). 

Sulingen - Die Lebenshilfe Grafschaft Diepholz plant ein inklusives Wohnprojekt in Sulingen. Bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück half jetzt Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig: Er vermittelte einen Ortstermin in der Innenstadt mit Vertretern eines Dienstleitungsunternehmens, das Immobilien der Deutschen Telekom verwaltet – so auch das Objekt an der Südstraße.

„Es erfüllt die Voraussetzungen bezüglich Lage und Größe für das geplante Mehrparteienhaus mit 15 Wohnungen, in dem Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam leben sollen“, stellt Knoerig in einer Pressemitteilung fest. „Gerne unterstütze ich dieses Projekt, das dazu beiträgt, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.“

Das Objekt an der Südstraße komme tatsächlich für das inklusive Wohnprojekt infrage, bestätigt Annette Lüneburg, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, auf Anfrage der Redaktion. „Das Grundstück des alten Fernmeldeamtes ist ein Filetstück in ganz zentraler Lage“, schwärmt sie, „und im Moment ist es die einzige Option.“ Mit Architekt Gunter Koop von der Kirchdorfer Firma Lohmann Bau, einer von Sulingens stellvertretenden Bürgermeistern und Teilnehmer des Ortstermins an der Südstraße, habe sie die gesamte Innenstadt nach geeigneten Objekten abgeklappert, „wir sind nicht fündig geworden.“ Annette Lüneburg hatte sich an Axel Knoerig gewandt und ist überzeugt: „Ohne ihn und seine beruflichen Wurzeln bei der Telekom hätten wir nie Zugang zu diesem Grundstück bekommen, so etwas wird nicht auf ,ImmobilienScout 24‘ angeboten.“

Das Objekt der Telekom an der Südstraße in Sulingen käme für das Projekt der Lebenshilfe infrage.

Das Projekt richte sich nach dem Konzept „Unter Dach und Fach“ der Bundesvereinigung der Lebenshilfe: „Dabei gilt es neun Aspekte zu berücksichtigen, um wirklich von einem inklusiven Wohnprojekt sprechen zu können.“ Der einfache Zugang für Menschen mit Behinderung – ohne Fahrdienste oder öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen zu müssen – zu Behörden, Bildungseinrichtungen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten ist dabei eine zentrale Voraussetzung, und aus diesem Grund ist die „City-Lage“ erforderlich.

„Eine Idee wäre, auf der Freifläche des Grundstücks an der Südstraße zu bauen, das vorhandene Gebäude anders zu nutzen. Von den 15 vorgesehenen Wohnungen sind zehn für Menschen mit, fünf für Menschen ohne Behinderung gedacht, es soll Möglichkeiten zur Begegnung geben“, erläutert Annette Lüneburg. „Es wäre ein Traumgrundstück – aber es ist eben nur eine Option“, unterstreicht die Geschäftsführerin, „da wären noch einige Fragen zu klären, außerdem sind wir derzeit mit einem möglichen Investor im Gespräch.“ Dennoch: „Das Konzept steht, das Projekt soll realisiert werden, ob an der Südstraße oder an einem anderen Standort.“ - ab

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

„goraSon“ brennt ein Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab

„goraSon“ brennt ein Feuerwerk der osteuropäischen Musikkunst ab

Premiere bei der „Barnstorfer Speeldeel“: Volles Haus und viel Vergnügen

Premiere bei der „Barnstorfer Speeldeel“: Volles Haus und viel Vergnügen

Drittes Forum für das Ehrenamt in Stuhr

Drittes Forum für das Ehrenamt in Stuhr

Förderschule Freistatt: Bald mit Außenstelle in Sudweyhe

Förderschule Freistatt: Bald mit Außenstelle in Sudweyhe

Kommentare