Sulingen: Verwaltung bringt Haushalt in die politischen Beratungen ein

„Keine Begehrlichkeiten“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Sulingen - Das Rechnungsergebnis per 31. Dezember fällt aller Voraussicht nach besser aus als erwartet, wesentlich besser: Hatte Sulingens Kämmerer Nordloh bei Aufstellung des Haushaltes 2014 ursprünglich mit einem Kassen-Jahresendbestand von 250 000 Euro kalkuliert, verfügt die Stadt am Jahresende nach aktuellen Berechnungen über 2,1 bis 2,2 Millionen Euro. Nordloh: „Nach Berücksichtigung der Haushaltsausgabe- und Haushaltseinnahmereste gehen wir per 31. Dezember von liquiden Mitteln in Höhe von 1,8 Millionen Euro aus.“ Dennoch: „Kein Platz für Begehrlichkeiten“, sind sich der Kämmerer und Bürgermeister Dirk Rauschkolb einig.

Nach derzeitigem Stand der Planungen für den Haushalt 2015 rechnen Kämmerer und Bürgermeister am Ende des Haushaltsjahres mit einem Finanzmittelfehlbetrag in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Rechnet man den Übertrag aus dem Jahr 2014 (1,8 Millionen Euro) und die geplante Kreditaufnahme (1 Million Euro) dagegen, müssten Ende 2015 noch liquide Mittel in Höhe von 400000 Euro zur Verfügung stehen.

Im investiven Bereich sieht der Haushalt 2015 Ausgaben in Höhe von 2,5 Millionen Euro vor. Als größte Ausgaben nennen Rauschkolb und Nordloh die für den Neubau des Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehr Nordsulingen (nach 600000 Euro in 2014 noch einmal 500000 Euro im Haushalt 2015), 100000 Euro Planungskosten für den Bau der Grundschule Sulingen, 100000 Euro für die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Lindern, 400000 Euro für den Erwerb von Gewerbevorratsflächen, 360000 Euro für die Sanierung der Straßenbeleuchtung sowie 500000 Euro, die noch einmal als städtischer Anteil in das Sanierungsverfahren Sulingen Nord fließen sollen.

Finanziert werden die geplanten Investitionen womöglich unter anderem durch die Aufnahme eines Kredites in Höhe von einer Million Euro.

Andreas Nordloh kündigt mit Blick auf den geplanten Neubau der Grundschule für die Jahre 2016 und 2017 weitere Kreditaufnahmen an; voraussichtlich vier Millionen Euro im kommenden Jahr und 2,5 Millionen Euro im Jahr darauf.

Mit Sorge betrachten Bürgermeister und Kämmerer die Entwicklung des Ergebnishaushaltes. Für 2015 kalkulieren die Verwaltungsmitarbeiter mit einem Defizit in Höhe von 500000 Euro, für die Folgejahre mit Defiziten in Höhe von 300000 Euro (2016), 250000 Euro (2017) und 23000 Euro (2018).

Dirk Rauschkolb, unter anderem mit Blick auf die im Haushalt 2015 veranschlagten Personalkosten (6,7 Millionen Euro): „Einsparungen sind in dem uns jetzt vorliegen Zahlenwerk kaum noch möglich.“ Eine Verbesserung des Ergebnishaushaltes erfordere langfristig eine Optimierung der Einnahmen. Ähnliche Forderungen hatte Rauschkolb bereits bei den Beratungen zum Haushalt 2014 formuliert. Den Beratungen der politischen Gremien will der Bürgermeister nicht vorgreifen. Der Rat der Stadt soll am 5. Februar über den Haushalt entscheiden. Der öffentlichen Ratssitzung gehen Beratungen im Ausschuss für Planung und Bau (19. Januar), im Ausschuss für Soziales und Schulen (20. Januar) und im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen (26. Januar) voraus.

oti

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