1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Sulingen

Sulingen sucht nach einer Integrationsfachkraft

Erstellt:

Von: Sylvia Wendt

Kommentare

An dieser Stelle soll der Krippenneubau entstehen. organisatorisch wird die Einrichtung an die Kita „Villa Kunterbunt“ angegliedert.
An dieser Stelle soll der Krippenneubau entstehen. organisatorisch wird die Einrichtung an die Kita „Villa Kunterbunt“ angegliedert. © Bartels, Harald

Das Team des Rathauses Sulingen soll aufgestockt werden – um die Stelle einer Integrationsfachkraft, so der einstimmige Beschluss des Rates. Die Stadt erhält im kommenden Jahr aus dem „Integrationsfonds“ des Landes Niedersachsen 178 000 Euro, um diese Stelle zu finanzieren. Auf der jüngsten Ratssitzung wurde auch das Mietmodell für die neue Krippe an der „Villa Kunterbunt“ abgesegnet.

Sulingen – 15 neue Krippenplätze können an der „Villa Kunterbunt“ entstehen, weil, wie berichtet, der Bauverein Sulingen als Eigentümer der Nachbarfläche mitspielt. Denn diese Fläche (Flurstück 197/1, Flur 3) wird benötigt für den Bau des Gebäudes, das die Stadt Sulingen zu einem Preis von maximal 11,50 Euro pro Quadratmeter anmietet, so der mehrheitliche Beschluss des Rates am Donnerstag, Die Mietzinsbindung, so die Vereinbarung mit dem Bauverein, solle auf 20 Jahre festgelegt werden. Die Lage des Hauses wurde, im Vergleich zur Ursprungs-planung, verändert: Das Gebäude solle aufgrund der im Bebauungsplan festgelegten Baugrenzen auf den südlich gelegenen Grundstücksflächen des Bauvereins platziert werden – es müsse dann der B-Plan nicht geändert werden. „Nachteile für die Kindertagesstätte ergeben sich durch den veränderten Standort nicht“, heißt es seitens der Verwaltung.

Ratsherr Stefan Siegel beantragte, die Mietzinsbindung textlich auch in der Beschlussvorlage festzuhalten. Mit 19 Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde diesem Antrag stattgegeben. Der eigentliche Beschluss für den Bau der Krippengruppe erfolgte mit 19 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme (Ratsfrau Sina Belke).

Der Rat der Stadt Sulingen tagte unter Leitung seines Vorsitzenden Michael Harimech um sieben Mandatsträger dezimiert mit 20 Mitgliedern in der Alten Bürgermeisterei – und vor nur einem Zuschauer. Nach dem Entscheid zur Krippengruppe mussten sich zwei weitere Ratsmitglieder wegen Terminüberschneidungen verabschieden.

Mit dem Bau der neuen Krippengruppe sind die fehlenden Plätze für die Kinderbetreuung in der Stadt Sulingen nicht gelöst: elf Kinder stehen auf der Warteliste für einen Krippenplatz und neun auf der Liste für die Kindergärten. Mehr Platz an der „Villa Kunterbunt“ am Astrid-Lindgren-Weg steht, zum Beispiel, nicht zur Verfügung. Gefragt ob der Kostenentwicklung der Baupreise, stellt Bürgermeister Patrick Bade klar: „Wenn der Mietpreis von 11,50 Euro nicht gehalten werden kann, müssen wir neu verhandeln.“ Hinsichtlich eines neuen Standortes für eine Kita verweist Bade auf künftige Baugebiete, deren Entwicklung bei solchen Planungen unbedingt mit einzubeziehen sei. Und, nein, es gibt in Bezug auf neue Baugebiete nix Neues.

Die „Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über Kindertagesstätten und Kindertagespflege“ führte zu redaktionellen Änderung der städtischen Satzungen „über die Aufnahme und den Besuch von Kindern in den Kindertagesstätten der Stadt Sulingen“ sowie einer geänderten Gebührensatzung für die Benutzung der städtischen Kitas. Diese redaktionellen Änderungen beziehen sich vornehmlich auf neue Fristen, präzisere Formulierungen von Vorgaben und Änderungen in Details zum Betreuungsangebot.

Das Team der Verwaltung soll aufgestockt werden – um die Stelle einer Integrationsfachkraft, so der einstimmige Beschluss des Rates. Die Stadt Sulingen erhält aus dem „Integrationsfonds“ des Landes Niedersachsen 178 000 Euro im kommenden Jahr, die Gelder müssen nicht komplett in 2023 ausgegeben, können übertragen werden. Fraktionen und Gruppen waren gefordert, Ideen zur Verwendung einzureichen. Der Posten der Integrationsfachkraft sei idealerweise mit einer Verwaltungsfachkraft zu besetzen. Den Grund erklärt Bürgermeister Patrick Bade: „Die Mittel reichen für eine Beschäftigungsdauer bis 31. Dezember 2025. Sollten dann keine weiteren Mittel aus dem Fonds zur Verfügung stehen, können wir die Fachkraft in die Verwaltung übernehmen.“ Die Aufgaben einer Integrationsfachkraft: „Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Koordinationsstelle bei integrationsrelevanten Angelegenheiten für Schutzsuchende im Bereich der Stadt Sulingen“. Idealerweise sei die Stelle mit Beginn im Frühjahr auszuschreiben und eine räumliche Ansiedlung an der neuen Sammelunterkunft denkbar, die im Rahmen des Umbaus der Immobilie Schmelingstraße 54 mit geplant ist.

Auch interessant

Kommentare