Sulingen: „Schule ohne Rassismus“ bringt sich in Flüchtlingshilfe ein

Wer hilft besser als Schule?

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Schulleiterin Ute Lüßmann (links) eröffnete den Begegnungsnachmittag in der Mensa des Gymnasiums.

Sulingen - „Sprache ist wichtig – und wer kann da besser helfen als Schule?“ Petra Albers, stellvertretende Sprecherin der Flüchtlingsinitiative Sulingen, blickt zufrieden in das Rund der Mensa am Gymnasium an der Schmelingstraße. An den einzelnen Tischen haben sich Gesprächsrunden zusammengefunden; der Austausch erfolgt überwiegend auf Englisch, zum Teil auf Französisch, auch auf Arabisch – und zumeist gestikulierend. Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus“ hat die Paten der Flüchtlingsinitiative und deren Schützlinge zu einem Begegnungsnachmittag eingeladen. Kick-off zu einem zusätzlichen Betreuungsangebot, „das uns sehr entgegenkommt“, so Albers.

„Die Idee stammt aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler“, sagt Marc Küpker, Lehrer am Gymnasium, der gemeinsam mit seiner Kollegin Sonja Agathon die Arbeitsgemeinschaft leitet. Entwickelt worden seien von den Schülerinnen und Schülern verschiedene Angebote, die sich an aktuell in Sulingen lebende Asylbewerber richten. „Um die Integrationsbemühungen zu unterstützen.“

Die Schülerinnen und Schüler selbst stellten während des Begegnungsnachmittages die Gruppen vor. Angeboten werden demnach Nachhilfeunterricht für die Asylbewerber, die der Sprachförderklasse am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulstandort Sulingen angehören, Übersetzungshilfen, Spendensammelaktionen, aber auch Freizeitaktivitäten – etwa „Kochen mit Karin“ oder „Musizieren“.

Laut Petra Albers verfüge die Flüchtlingsinitiative aktuell über zehn Paten und zusätzlich sechs Helfer, die unter anderem bei Arztbesuchen, im Kleidertreff und in anderen Bereichen unterstützen.

Albers mit Blick auf den erwarteten zusätzlichen Zustrom, der im Mittelzentrum erwartet wird: „Da sind wir für jede helfende Hand dankbar.“

Auf ein positives Echo stößt die Initiative der Schülerinnen und Schüler auch bei Alla Hörner, Klassenlehrerin der Förderklasse am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup: „Wir können aus Kapazitätsgründen zurzeit leider nicht jeden Interessenten aufnehmen. Zusätzliche Angebote können nicht schaden.“

Laut Marc Küpker sollen die einzelnen Angebote bereits in Kürze starten. Der Begegnungsnachmittag diene dazu, Schülerinnen und Schüler zusammenbringen und erste Aktivitäten festzulegen.

Eröffnet hatte die Veranstaltung in der Mensa des Gymnasiums Schulleiterin Ute Lüßmann. Sie unterstrich die Notwendigkeit des Engagements von Schule bei der Integration von Flüchtlingen und würdigte vor allem das Wirken der Jugendlichen. Petra Albers: „Unser aller Ziel ist es, unseren Gästen hier in Sulingen einen menschenwürdigen Aufenthalt zu ermöglichen.“

oti

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