„Seelenbalsam“ im Stadttheater

Schlager und volkstümliche Musik locken erneut großes Publikum 

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Sepp der Partyrocker brachte im Stadttheater auch sein Alphorn zum Einsatz. 

Sulingen - Von Andreas Behling. „Kennt man mich noch in Sulingen?“ Ein vielstimmiges „Ja“ aus dem Publikum im Stadttheater bekam Moderator Peter Feller zur Antwort, der am Sonntagnachmittag rund 380 Besucher, ein Großteil von ihnen Stammgäste seiner Konzertprogramme, zur Neuauflage von „Musik kennt keine Grenzen - Lieder, die zu Herzen gehen“ begrüßte. Er versprach „viel Farbe im Programm“ und hielt erneut mit einer umfangreichen Riege an Künstlern aus den Sparten Schlager und volkstümliche Musik Wort.

Für im Kleinwalsertal eingeschneite Akteure hatte Peter Feller kurzfristig einen Ersatzmann gewinnen können: Michael Scherf alias „Sepp der Partyrocker“ gestaltete den Auftakt, und das Publikum musste nicht lange zu La Ola und Mitklatschen animiert werden. Er sang nicht nur und stellte unter Beweis, dass er eine Maß Bier in einem Zug leeren kann, sondern spielte auch das Alphorn, mit dem er 2017 als Special Guest bei „Deutschland sucht den Superstar“ in Dubai auftrat.

Sonja Christin sang Lieder aus ihrem neuen Album. 

Ob nun Sonja Christin, die bei ihrer Rückkehr nach Sulingen ein Medley aus Schlagern vergangener Jahrzehnte und Stücke aus ihrem aktuellen Album mitbrachte, Eberhard Hertel, „Stimme des Vogtlandes“, der Grüße seiner Tochter Stefanie ausrichtete und Geschichten aus der Zeit als musikalisches Vater-Tochter-Gespann erzählte, Reiner Kirsten, Country- und Schlagersängerin Linda Feller, die „Matrosen in Lederhosen“ von der Ostsee oder das Duo „Klaus & Klaus“, das zum großen Finale die Gäste „An der Nordseeküste“ schunkeln ließ: Alle Akteure suchten den Publikumskontakt, boten ein Stück „heile Welt“ als Balsam für die Seele und Auszeit von Alltagssorgen und schlechten Nachrichten in den Medien.

Grüße von Tochter Stefanie richtete Eberhard Hertel aus. 

„Ich glaube, dass den Menschen die Nähe zu den Künstlern und deren Ehrlichkeit gefällt“, nennt Peter Feller als Grund, warum nach seiner Schätzung stets rund 70 Prozent der Besucher nicht zum ersten Mal bei „Musik kennt keine Grenzen“ dabei sind. Ob der Dauerbrenner im Programm des Kulturvereins Sulingen auch im kommenden Jahr ins Stadttheater zurückkehrt, vermochte er am Sonntag nicht zu sagen, „Da hat es noch keine Gespräche gegeben, aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher.“

Ob La Ola, Klatschen oder Singen: Die rund 380 Gäste mussten nicht lange zum Mitmachen animiert werden. 

Etwa 80 Prozent Auslastung des Stadttheaters (auf dem Rang blieben viele Plätze frei), „für so eine Veranstaltung ist das gut“, zeigte sich Kulturvereins-Geschäftsführerin Ariane Hanselmann am Montag im Gespräch mit der Redaktion zufrieden über die Resonanz. Was eine erneute Buchung für 2020 anbelangt, hielt sie sich allerdings noch bedeckt.

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