THW Sulingen richtet Grundausbildungsprüfung aus

Helfer müssen Können zeigen

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Auch bei der Rettung von „Verletzten“ galt es Kenntnisse unter Beweis zu stellen.

Sulingen - Welche Sicherheitsbestimmungen sind beim Aufbau von Flutlichtmasten zu beachten? Wie nimmt man eine Schmutzwasserpumpe in Betrieb? Mit welchen Hilfsmitteln werden Lasten gehoben? Wie sieht die Fußpunktsicherung einer Leiter aus? 32 angehende THW-Helfer aus zehn Ortsverbänden im Geschäftsbereich Verden stellten am Samstag in Sulingen in Theorie und Praxis ihre Kompetenzen unter Beweis.

Der Ortsverband Sulingen war Ausrichter der Grundausbildungsprüfung für Ortsverbände in den Landkreisen Diepholz, Nienburg, Verden, Celle und Soltau-Fallingbostel. „Alle paar Jahre sind wir dran“, erklärte Ortsbeauftragter Volker Schweers. Für die Aktiven im Sulinger Ortsverband war das ein Kraftakt: Nach umfangreichen Vorbereitungen an den Vortagen waren die Gastgeber am Samstag von früh bis spät im Dauereinsatz. Nicht überall sind die Bedingungen so gut wie in Sulingen. Angesichts des regnerischen Wetters wussten die Prüflinge sowie die rund 50 Prüfer, Techniker und Helfer zu schätzen, dass fast alle Stationen unter Dach und damit im Trockenen aufgebaut waren.

Am Vormittag unterzogen sich die Teilnehmer den theoretischen Tests, am Nachmittag wurden praktische Kenntnisse bewertet. Als Prüfungsleiter fungierte der Achimer Ortsbeauftragte Christian Probst. „Jeder, der am aktiven Dienst teilnehmen will, muss sich dieser Prüfung unterziehen“, sagte Volker Schweers. Die Bewerber müssen mindestens 16 Jahre alt sein, mit 18 Jahren werden sie in den aktiven Dienst übernommen. Über die Auswahl der Aufgaben aus den elf Themengebieten entschied das Los. Der Sulinger Ortsverband, zuständig für die gesamte Logistik, wurde einige Tage im Vorfeld informiert, um das entsprechende Material beschaffen zu können. Die Arbeit im THW basiert auf Teamwork, in den Prüfungen ist jedoch jeder Kandidat auf sich allein gestellt – abgesehen von Stationshelfern, die auf ihre Anweisung hin agierten.

Grundausbildungsprüfung beim THW in Sulingen

Volker Schweers freute sich, dass auch Aufgaben wie das Füllen und Legen von Sandsäcken oder das Binden und Aufstellen von Dreiböcken gefragt waren. Sie galten zwischenzeitlich als „überholt“. Die Dreibock-Konstruktion sei gewissermaßen die „Urform“ des Katastrophenschutzes, die schnell umzusetzen sei und auch dann funktioniere, wenn alle Technik versage – etwa beim Seilbahnbau.

Die Grundausbildung in den Ortsverbänden dauert mehrere Monate. Gemessen an der intensiven Vorbereitung war die Erfolgsquote in diesem Jahr relativ gering: Drei Kandidaten scheiterten in der praktischen Prüfung, drei in der theoretischen. Ein Prüfling erreichte in keinem der beiden Bereiche das Ziel.

„Die Bewerber haben beim nächsten Termin eine zweite Chance“, sagte Volker Schweers. Im Übrigen beginne das „Lernen für’s Leben“ auch für die erfolgreichen Absolventen erst im Alltag.

mks

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