Entscheidung über 125-Jahr-Feier im März

Sulingen: Piedelpoggen-Jubiläum ist weiter in der Schwebe

Der Hofstaat der Schützengesellschaft 1896 aus dem Jahr 2019.
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Der Hofstaat der Schützengesellschaft 1896 aus dem Jahr 2019 wird die Piedelpoggen auch in das Jahr des 125-jährigen Bestehens führen. Archivfoto: Schützengesellschaft Sulingen 1896

Sulingen – Die Schützengesellschaft 1896 Sulingen wird in diesem Jahr 125 Jahre alt. Das steht fest – aber wie das Jubiläum begangen werden kann, ist noch offen.

Bereits als Termin für die Feierlichkeiten festgelegt haben die Piedelpoggen das Wochenende vom 18. bis 20. Juni. Laut Andreas Albers, Präsident der Schützengesellschaft, solle auch in den kommenden Jahren das Schützenfest zu diesem Zeitpunkt gefeiert werden anstatt, wie gewohnt, Anfang August.

Ob es dazu kommt, ist aber noch offen: „Wir haben uns dazu entschlossen, dass wir Mitte oder Ende März eine Entscheidung treffen“, so Albers. Es stehe alles noch in den Sternen, und er sei sehr skeptisch, weil es sich so ziehe mit dem Impfen. Andererseits: „Ich bin kein Freund davon, nicht zu feiern, obwohl einer Feier möglich wäre.“ Gefeiert werde das Jubiläum auf jeden Fall, aber möglicherweise in einem anderen Rahmen als eigentlich geplant.

Entscheidung soll im März fallen

Verschoben werde vorerst auch das Versenden der Einladungen an befreundete Vereine, das für Ende Januar oder Anfang Februar geplant war. Ebenso ruhten derzeit die weiteren Vorbereitungen wie die Arbeiten an einer Vereinschronik oder die Gespräche mit dem vorgesehenen Festwirt. „Aufgrund der Maßnahmen haben wir weitere Treffen vermieden, obwohl Vorstandsarbeit erlaubt ist, aber das wäre ein falsches Vorbild“, betont Albers.

Die Gründung der Schützengesellschaft geht zurück auf Uneinigkeit über den Austragungsort des Schützenfestes. Unzufrieden mit der Auswahl des Festplatzes, gründeten westlich der Sule lebende Mitglieder des Schützenvereins von 1848, der Ützen, am 11. Januar 1896 die Schützengesellschaft. Im 1875 eingerichteten Bürgerpark im Westen fanden sie ein Areal, in dem seither das Schützenfest der Piedelpoggen – und diverse weitere Feste – gefeiert wurden.

Froschbrunnen als Darstellung der Rivalität

Die Rivalität beider Vereine, die sich inzwischen längst auf den sportlichen Wettstreit untereinander beschränkt, verewigte der Sulinger Künstler 1973 im Froschbrunnen an der Langen Straße, der 1995 im Zuge der Innenstadtsanierung umgestaltet wurde. Das Froschmotiv leitet sich, so ist zu lesen, her von den Spitznamen beider Vereine – Ützen vom plattdeutschen Ausdruck für Kröten oder Frösche und Piedelpoggen als Begriff für Kaulquappen im Plattdeutschen. Der NDR inszenierte hier im Sommer 2003 fernsehkameragerecht eine Versöhnung der beiden damaligen Präsidenten.

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