Herausforderer löst Rauschkolb ab

Patrick Bade wird neuer Bürgermeister in Sulingen

Im Wahllokal in der Kindertagesstätte „Sule-Racker“ wählte Bürgermeisterkandidat Patrick Bade.
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Im Wahllokal in der Kindertagesstätte „Sule-Racker“ wählte Bürgermeisterkandidat Patrick Bade.

Sulingen – Die Stadt Sulingen bekommt einen neuen Bürgermeister: Am Sonntag konnte Herausforderer Patrick Bade die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen.

Insgesamt entfielen 45,22 Prozent der Stimmen auf Amtsinhaber Dirk Rauschkolb (parteilos). Sein Herausforderer, der für die Wählergemeinschaft „Sulingen!“ antrat, erhielt 54,78 Prozent der Stimmen, während 65 Stimmen, umgerechnet 1,07 Prozent, ungültig waren. Von 10.184 Wahlberechtigten gaben 6 095 ihre Stimme ab; damit lag die Wahlbeteiligung bei 59,85 Prozent.

„Ich bin echt glücklich und überwältigt, dass so viele Menschen mir ihre Stimme gegeben haben“, freute sich der Wahlsieger, „ich hoffe, dass ich den Erwartungen gerecht werden kann.“ Dem Amtsinhaber dankte er für einen fairen Wahlkampf, und: „Er hat mir direkt gratuliert, das finde ich sehr fair.“

Wunsch: Zeitnah in den Fachbereichen der Verwaltung hospitieren

Er sei sich vorher überhaupt nicht sicher gewesen, wie die Wahl ausgehen werde: Viele Themen seien deckungsgleich gewesen, aber dass er ein „Ursulinger“ sei, sei mit ein Punkt gewesen.

Im Wahllokal in der Carl-Prüter-Schule gab Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb seine Stimme ab.

Zur Vorbereitung seines Amtsantritts hat sich Bade bereits Gedanken gemacht: „Ich würde mir wünschen, dass ich zeitnah in den einzelnen Fachbereichen hospitieren darf, um Eindrücke zu sammeln und Abläufe aufzunehmen.“ Das letzte Wort dazu habe jedoch der Bürgermeister.

Entschieden ist mit dem Wahlsieg auch, dass er dem neuen Kreistag nicht angehören wird. „Jetzt brauche ich auf jeden Fall erst einmal ein Schnäpschen“, so Bade, „das wird noch ein langer Abend.“

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Er mache erstmals die Erfahrung einer Niederlage, und das sei eine bittere Erfahrung, bekannte Rauschkolb. „Der Wählerwille ist eindeutig, das werde ich akzeptieren, aber ich bin sehr enttäuscht.“ In den vergangenen acht Jahren habe er alles in seiner Macht Stehende für die Stadt getan – „ich habe mir nichts vorzuwerfen.“

Zentralklinik war Thema im Wahlkampf

Eine Erklärung für das Ergebnis hatte er am Wahlabend noch nicht: Im Wahlkampf sei ihm öfter gesagt worden, dass die Stadt bei der Frage der Zentralklinik nicht ordentlich gearbeitet habe. „Wir hätten vielleicht am Feintuning arbeiten können“, so Rauschkolb, aber die Entscheidung sei an anderer Stelle getroffen worden.

Für die Zukunft könne er nur hoffen, dass der neue Bürgermeister die Stadt voranbringe. „Er wird vorerst aber nur ernten, was wir gesät haben, dass muss allen bewusst sein.“ Ab dem 29. November 2021 sei er nicht mehr Bürgermeister der Stadt Sulingen, und nun werde er seine Pension vorbereiten.

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