„Wir sind auf einem guten Weg“

Nach fast einem Jahr als Klinikmanager: Sascha Nimz zieht Zwischenbilanz

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Sascha Nimz arbeitet seit (fast) einem Jahr für die Klinik Sulingen. Er sei längst angekommen, sagt er. 

Sulingen - Von Carsten Schlotmann. Im Frühjahr 2018 hatte Geschäftsführer Uwe Lorenz die direkten Ansprechpartner für Ärzte, Pflegepersonal und andere Beschäftigte sowie Patienten an den Klinikstandorten Bassum, Diepholz und Sulingen vorgestellt; für den Standort Sulingen Sascha Nimz. Heute, nahezu nach einem Jahr Tätigkeit als „verlängerter Arm der Geschäftsführung“ (O-Ton Lorenz), sei er längst im Mittelzentrum angekommen, sagt Sascha Nimz. Und: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Zu den Aufgaben des 31-Jährigen gehöre im Wesentlichen die „operative Führung“ des Klinikstandortes. „In allen Facetten.“ Der Junggeselle nennt Schlagworte: „Gemeinsam mit der Geschäftsführung die Strategiefindung, was etwa das medizinische Leistungsportfolio angeht, letztendlich die Umsetzung der Strategie vor Ort, das Führen von Leistungsgesprächen, auch die Betreuung von Umbaumaßnahmen.“

Tatsächlich sehe er sich als Bindeglied zwischen der Geschäftsführung und den operativ tätigen Abteilungen; aber auch in der Rolle des Vermittlers zwischen verschiedenen Anspruchsgruppen - innerhalb und außerhalb der Klinik.

Dass ihn Kollegen scherzhaft als „Mädchen für alles“ bezeichnen, störe den Drebberaner nicht. „Das ist ja nicht unwahr.“

Derzeit beschäftigte ihn primär die (durch die Bauarbeiten am benachbarten Gymnasium) angespannte Parkplatzsituation, die ihm täglich nahezu zehn Beschwerden auf den Tisch flattern lasse; aber genauso der für den Monat Februar angekündigte Ausbau der Endoskopie: „Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, die verschiedenen Interessen zusammenzuführen und auf einen Nenner zu bringen.“ Sicher, der Umbau werde federführend von der Technischen Leitung des Verbundes betreut, „dennoch gilt es, die Interessen der Ärzte und des Pflegepersonals, auch die der Hygiene, zu wahren.“

Nimz spricht von Feinabstimmung. „Am Ende ist man das Bindeglied, das dafür verantwortlich ist, dass alle Beteiligten zu einem Kompromiss kommen.“ Er moderiere Prozesse, um am Ende zu Problemlösungen zu gelangen, die alle zufriedenstellen; angefangen bei der Idee über die Budgetplanung bis hin zur Umsetzung.

Genauso wichtig, wie das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte innerhalb der Klinik, sei ihm das mit den Patienten und dem Umfeld des Hauses: „Man ist Ansprechpartner für Patienten, für ehrenamtlich wirkende Gruppen, aber auch für Externe. Es geht um die Außenwirkung des Hauses“, sagt Sacha Nimz, „die wir positiv gestalten wollen.“

Dass er sich Anfang 2018 nicht auf einen Nine-to-five-Job beworben hatte, sei ihm von Beginn an klar gewesen. „Es sind genügend Abende, Samstage und Sonntage dabei, an denen man unterwegs ist.“

Bereut habe er seine Bewerbung auf die Stelle des Klinikmanagers nicht. „Man setzt sich im Team Ziele - und kann gemeinsam beobachten, wie man vorwärtskommt.“

Auf die Nennung konkreter Daten verzichtet Sascha Nimz. Beispiel Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie mit Sektion Wirbelsäulenchirurgie: „Die Zahlen im letzten Jahr waren überdurchschnittlich gut. Das war viel mehr, als wir erwartet hatten. Das war enorm, was da geleistet wurde.“

Im ersten Jahr seines Wirkens habe man viele Projekte angestoßen, die jetzt nach und nach ihren Abschluss fänden. Exemplarisch nennt Sascha Nimz neben dem Ausbau der Endoskopie die (Wieder-)Einrichtung der Krankenhausküche, die Anfang kommender Woche den (Eigen-)Betrieb aufnimmt, auch die geplante Neuausrichtung der Notaufnahme. „Das alles braucht seine Zeit.“

Ziele für die Zukunft gibt es nach Auffassung des 31-Jährigen noch genug: Maßnahmen als Reaktion auf den Fachkräftemangel im Bereich des Ärzte- und des Pflegepersonals, aber auch die Optimierung in der Zusammenarbeit mit den so genannten Zuweisern, sprich: den niedergelassenen Ärzten. In Vorbereitung sei ein Forum „Praxis trifft Klinik“. Die Auftaktveranstaltung ist für Ende des Quartals geplant. Nimz: „Wir sind auf einem guten Weg.“

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