Photovoltaikanlage auf Rathausdach modernisiert

Sulingen ist wieder „Solarstadt“

Zwei Männer montieren Solarziegel auf einem Dach.
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Die neuen Photovoltaik-Module montierten die Fachleute am Dienstag auf dem Sulinger Rathausdach.

Sulingen – Seit Dienstagnachmittag, 16 Uhr, produziert das Sulinger Rathaus wieder Strom: Mitarbeiter von „Solare Energie Technik Sulingen“ tauschten die defekte Photovoltaikanlage auf dem Dach aus.

Die bisherige Anlage war 1997 auf dem Verwaltungssitz installiert worden, nachdem in einer bundesweit einmaligen Aktion dank Spenden der Bürgerinnen und Bürger die Modulziegel beschafft werden konnten. Das Projekt trug mit dazu bei, dass das Mittelzentrum im November des Jahres mit dem „Deutschen Solarpreis“ des Vereins „Eurosolar – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien“ ausgezeichnet wurde.

Die alten Module lieferten längst nicht mehr die ursprüngliche Leistung; die Ausbeute sei so weit gesunken, dass der alte Wechselrichter die Energie gar nicht mehr in das Stromnetz habe einspeisen können, erläutert Hartmut Wagner, Inhaber von „Solare Energie Technik Sulingen“ und einer der Sulinger Solarenergie-Pioniere. Die bisherigen Solarziegel seien damals von Hand in einer Manufaktur gefertigt worden, und viele von ihnen seien mittlerweile beschädigt. Außerdem: „Sie sind mit heutiger Technik gar nicht vergleichbar.“ Die ist in vielen Details weiter fortgeschritten. So sind beispielsweise die Stecker der Kabel, die die Module untereinander verbinden, heute innen abgedichtet und aus Materialien gefertigt, die beständiger gegenüber ultravioletter Strahlung sind. Insgesamt 104 neue Module liefern künftig, je nach Wetterlage, etwa 1 900 bis 2 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr, erläutert Hartmut Wagner: „Bei gleicher Fläche ist die Effizienz nahezu verdoppelt worden.“ Zur Installation gehört zudem ein moderner Wechselrichter.

Ermöglicht wurde der Austausch durch Spenden: Die Kosten für Demontage und Montage sowie für den Wechselrichter von zusammen rund 1 500 Euro übernimmt Hartmut Wagner, weitere 1 500 Euro trägt sein Sohn Guido Wagner bei. Für die restlichen Kosten von rund 3 500 Euro stellte der Sulinger Stadtrat im Juni mit großer Mehrheit Mittel aus dem Haushalt bereit.

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