Vorstellung von Freitag bis Sonntag

„Circus Tausendtraum“: Grundschüler proben für großen Auftritt

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Es heißt zwar „Bodenakrobatik“, aber mit zwei Leitern geht es hoch hinaus.

Sulingen - Warum tragen die Nachwuchs-Jongleure Kochmützen? „Jede Darbietung bekommt eine Geschichte als Rahmen“, erklärt Philipp Astor. Schnell wird klar, dass die Kinder einen schwungvollen Kochstil pflegen, sie lassen Teller auf Stäben rotieren. „Jetzt werft mal alle eure Mützen in die Luft“, feilt der Artist an der Choreographie – und ergänzt aus gegebenem Anlass lächelnd: „Nur so hoch, dass ihr sie wieder fangen könnt...“ Astor und Zirkuspädagoge Christian Thomaschewski gehören zum Team des „Circus Tausendtraum“: Sie bereiten am Donnerstagvormittag Schüler der Grundschule Sulingen auf ihren großen Auftritt als Jongleure und Bodenakrobaten vor.

Die Schüler werden gruppenweise per Bus zum Zelt des pädagogischen Projektzirkus an der Außenstelle der Grundschule im Bürgerpark gebracht, da natürlich nicht alle in der Manege Platz haben. Clowns, Zauberer, Drahtseilartisten und Co. proben am Donnerstag zeitgleich in der Turnhalle an der Schmelingstraße. „Es ist schon eine Herausforderung, mit über 400 Kindern so eine Projektwoche zu organisieren“, stellt Schulleiter Heiko Reese fest. „Das Hin und Her ist für die Schüler, die Busfahrer und das Kollegium ganz schön anstrengend.“ Aber es lohnt sich, ist Reese überzeugt: „Die Kinder lieben es, sie gehen jeden Tag hoch motiviert in die Proben und freuen sich auf die Vorstellung am Wochenende. Einmal vor hunderten Zuschauern im Rampenlicht stehen – das ist eine einzigartige Erfahrung.“ Vor vier Jahren war der „Circus Tausendtraum“ zum ersten Mal zu Gast, und geplant ist, dass auch in vier Jahren die Sulinger Grundschüler Zirkusluft schnuppern. „Dann sind wir hoffentlich im neuen Schulgebäude.“

Auf die Jongleure folgen die Bodenakrobaten, die als Feuerwehrleute in die Manege einziehen: Sie bilden mit zwei Leitern eine beeindruckende menschliche Pyramide. Die „Tausendträumer“ geben nützlich Tipps gerne mit einer Prise Humor – etwa, dass man sich hinter dem Vorhang lieber konzentrieren sollte. Philipp Astor öffnet ihn und die Kids „erwischen“ Christian Thomaschewski beim Popeln in der Nase. Während der Vorstellung sind Plätze für die Kinder reserviert, damit sie die Darbietungen ihrer Mitschüler verfolgen können. „Und wann dürft ihr auf keinen Fall zusehen?“ Die jungen Artisten wissen Bescheid: „Wenn wir selbst dran sind.“

Philipp Astor feilt mit den Kindern an der Teller-Jonglage.

Nach der Probe bleibt keine Zeit zum Plaudern – Markus (8) kann gerade noch verraten, dass ihm das Üben Spaß macht und er kein Lampenfieber vor seinem großen Auftritt hat, da heißt es für die Kinder: ab zum Bus. Und fünf Minuten später findet sich die nächste Gruppe Nachwuchsartisten am Zelteingang ein.

Es gibt sechs Vorstellungen: Die erste beginnt Freitag um 18 Uhr (Klassen 2a, 4a und 4b), am Samstag heißt es „Vorhang auf“ um 10.30 Uhr (1a, 1b, 3c, Schulkindergartengruppe eins), 14.30 Uhr (1d, 1e, 3a, Schulkindergartengruppe zwei) und 18.30 Uhr (2b, 3c, 4c) und am Sonntag um 11 Uhr (1c, 3d, 4e) und um 15 Uhr (2c, 2d, 4d). Alle Interessierten sind herzlich willkommen, Eintrittskarten (Kinder fünf Euro, Erwachsene acht Euro) sind am Zirkuszelt an der Außenstelle der Grundschule am Bürgerpark erhältlich, die Kasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

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