Sulingen: Gottesdienst zur Ordination von Juliane Worbs

„Schwierig, aber schön“

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Sulingen - „Der Gemeinde, der Kirche und Gott zu dienen – ist ein schwieriges, aber auch ein schönes Amt“, stellte Arend de Vries, geistlicher Vizepräsident der Landeskirche Hannover, im Gottesdienst zur Ordination von Juliane Worbs fest. Die junge Pastorin versprach mit einem festen „Ja, mit Gottes Hilfe“, sich ihrer neuen Aufgabe zu stellen, die Gemeinde bestätigte mit eben diesen Worten, mit ihr zusammen dem Aufbau der Gemeinde zu dienen.

Viele Gemeindeglieder waren bei der Einführung der Nachfolgerin von Pastor Joachim Musiolik zugegen. Arend de Vries lag offenbar richtig mit seiner Vermutung, dass die Gemeinde zu würdigen weiß, dass die Stelle nur drei Wochen nach dessen Verabschiedung wieder besetzt werden konnte.

Pastor Jörg Schafmeyer hieß die Gottesdienstbesucher willkommen, unter ihnen weit gereiste Angehörige und Freunde von Juliane Worbs sowie Pastor Hans-Peter Anders aus Dransfeld, Ingrid Groneweg (stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands Lemförde) und Rebekka Brouwer (Pastorin Kirchengemeinde Steimbke), die bei der feierlichen Einführungshandlung assistierten.

Juliane Worbs habe auf ihrem Weg ein vorläufiges Ziel erreicht, sagte de Vries. Ihre ehrenamtliche Karriere im Kindergottesdienst und in der Jungschar in Dransfeld münde in der hauptamtlichen Berufung.

Dass sie vor ihrem Studium etwas „Solides“ gelernt habe, sei sicher von Vorteil, scherzte er: „Es kann nicht schaden, wenn jemand im Pfarramt mit Geld umgehen kann.“ Vor ihrem Theologiestudium hatte Juliane Worbs eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert.

Ihr Auftrag als Pastorin sei die Seelsorge und die Verkündung des Evangeliums in Wort und Tat.

Die Ordination bedeute die Sendung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung und sich mit den Menschen auf den Weg zu machen – eine große, begeisternde und manchmal belastende Aufgabe.

Pastoren seien nicht „heiliger“ als andere Christenmenschen, sondern, im Gegenteil, mehr als sie der Versuchung ausgesetzt. Die eigenen und die Zweifel anderer auszuhalten, an Grenzen zu kommen, an den eigenen und an den Erwartungen der Gemeinde zu scheitern, sei menschlich: „Sie dürfen sich mit ihren Gaben, Fähigkeiten und Schwächen in die Gemeinde einbringen, sie müssen nicht alles in den Griff bekommen und nicht vollkommen sein“, gab er Juliane Worb mit auf ihren Weg. Als „Dienstanweisung“ nannte er der 31-Jährigen das Pauluswort: „Sei fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“

Musikalisch stellte sich die Kantorei (Leitung: Kai Kupschus) der neuen Pastorin vor und auch die Jugendlichen hatten sich vorbereitet. „Hier ist ein Lied für dich“, kommentierte Saskia Oeckermann ihren herzlichen Willkommensgruß.

„Wir haben alles geschafft –die guten Wünsche, den Segen“, sagte Arend de Vries im Anschluss an die feierliche Ordination. Allein die Urkunde und die funkelnagelneue Bibel müsse er nachreichen: „Alles liegt in Hannover. Man merkt doch, dass ich nur der Ersatzspieler bin“, räumte der Vizepräsident der Landeskirche schmunzelnd ein.“

mks

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