Sulingen: Bürgermeister Rauschkolb krempelt Verwaltungsstruktur um

Stühlerücken im Rathaus

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Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb krempelt die Strukturen der Sulinger Stadtverwaltung um.

Sulingen - Widerstände aus den Reihen der Mitarbeiterschaft oder den politischen Gremien blieben weitgehend aus. Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb krempelt die Strukturen der Sulinger Stadtverwaltung um. Zum 1. Januar reduziert der Hauptverwaltungsbeamte die Zahl der Fachbereiche von vier auf drei und führt dafür neu ein „Büro des Bürgermeisters“ ein. „Die Mitarbeitervertretung hat die Planungen von Anfang an begleitet“, sagt der Bürgermeister. Deren Vorsitzender Eckhard Post bestätigt das auf Anfrage: „Wir tragen die Veränderungen mit.“ Auf eine Bewertung der Maßnahme verzichtet Post.

Mit der Umsetzung der aktuellen Planungen nimmt die Verwaltung die Struktur ein, wie sie sich Dirk Rauschkolb schon bei Amtsantritt im November 2013 gewünscht und an deren Stellschrauben er immer wieder einmal gedreht hatte. Im Ergebnis bleibt lediglich der Fachbereich Finanzen um Kämmerer Andreas Nordloh unangetastet. Neuer stellvertretender Fachbereichsleiter wird Andreas Eils.

Wiebke Blohm verantwortet schon heute den Fachbereich, der im Organigramm als Bauen, Ordnung und Wirtschaft bezeichnet wird. Als Stellvertreterin steht ihr zukünftig Nicole Schlamann zur Seite.

Der Fachbereich Personal und Wirtschaft verschwindet von dem Tableau. Dessen bisherige Leiterin, Birgit Dullin, übernimmt den Fachbereich Allgemeines und Soziales, dem auch der Bürgerservice zugeordnet wird. Ihr Stellvertreter wird Andreas Fischer.

Leiterin des Büros des Bürgermeisters wird Anneke Schumacher, die im (am 1. Januar dann ehemaligen) Fachbereich Bürgerservice und Soziales wirkte, den Hans-Rudolf Kalus leitete. Kalus wechselt mit Ende des Jahres in den Ruhestand (wir berichteten).

Rauschkolb: „Ziel der Neugestaltung der Aufbauorganisation ist, die Aufgaben der Fachbereiche da zusammenzufassen, wo es tatsächlich Sinn macht.“

Fragen der Wirtschaftsförderung, aber auch des Ordnungswesens, stehen nach Auffassung des Bürgermeisters nicht selten in einem direkten Zusammenhang mit der Bauordnung beziehungsweise Bauplanung. „Durch die Zusammenlegung schaffen wir kurze Wege und legen Kompetenzen zusammen.“

Im Fachbereich Allgemeines und Soziales werden Verantwortlichkeiten für die städtischen Kindertagesstätten, die Grundschulen, Einrichtungen wie das Familiengesundheitszentrum, der Bürgerservice und „alles, was mit den Sozialgesetzbüchern zu tun hat, zusammengefasst“, erklärt Rauschkolb. „Auch das gehört für mich zusammen.“

Unter dem „Büro des Bürgermeisters“  verstehe der Bürgermeister nicht nur eine Stabsstelle, die dem Bürgermeister zuarbeitet, sondern auch Zuständigkeiten für die Betreuung der politischen Gremien, Rechtsfragen und Personalangelegenheiten. „Frau Schumacher hat im Fachbereich Bürgerservice und Soziales bewiesen, dass sie in der Lage ist, die Position der Leiterin des Büros zu meistern.“

Aktuell sind 154 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und den Einrichtungen der Stadt Sulingen tätig, die 122,3 Stellen besetzen. Im Rathaus selbst arbeiten 52 Personen, die sich 37 Stellen teilen. Rauschkolb: „Dass wir relativ dünn besetzt sind, merkt man erst, wenn man wirklich ins Detail geht. Wir haben motivierte Mitarbeiter, die das wieder auffangen. Wichtig ist, dass wir langfristig, trotz weiterer natürlicher Abgänge, einen qualifizierten Personalkörper behalten. Dafür wollen wir mit der neuen Aufbauorganisation die passenden Voraussetzungen schaffen.“

oti

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