Arbeitskreis für Kreisverkehr

Bassumer Straße/Lange Straße: Mini-Variante mit Charme

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Die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehr wollen den Knotenpunkt Bassumer Straße / Lange Straße angefasst wissen. Sie empfehlen dem Fachausschuss die Aufnahme der Kosten für den Bau eines Mini-Kreisels in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt.

Sulingen - Die Mitglieder des vom Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr des Rates der Stadt Sulingen ins Leben gerufenen Arbeitskreises Verkehr wollen den Knotenpunkt Bassumer Straße / Lange Straße angefasst wissen. Sie empfehlen dem Fachausschuss die Aufnahme der Kosten für den Bau eines Mini-Kreisels in die mittelfristige Finanzplanung. Gestützt wird die Empfehlung durch die Mitarbeiter des Büros SHP Ingenieure, Hannover, die die Entwicklung der Verkehrsströme in der Stadt untersucht hatten.

Das Gutachten hatten die Beigeordneten des Verwaltungsausschusses im Herbst vergangenen Jahres in Auftrag gegeben. Unter anderem auch mit Blick auf den Antrag der Freien Wähler im Rat der Stadt, die schon im Juni 2016 öffentlich neben dem Kreisverkehr am Kaufhaus Ranck einen zweiten im Westen der Stadt gefordert hatten.

Vor zwei Jahren signalisierten die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Planung und Verkehr, mittelfristig die Verkehrssituation im Bereich der Einmündung der Bassumer Straße in die Lange Straße in Angriff nehmen zu wollen. Weitergehende Beratungen waren mit denen zum Haushalt 2017 angedacht, dann aber weiter geschoben worden; nicht zuletzt aufgrund der Haushaltssituation der Stadt. Bürgermeister Dirk Rauschkolb hatte ein Kostenvolumen von an die 200.000 Euro errechnet.

Neues Futter bekommt die Forderung der Freien Wähler durch das Gutachten des Büros aus Hannover.

Knapp 1 400 Fahrzeuge pro Stunde

Zu Spitzenzeiten durchfahren demnach aktuell knapp 1 400 Fahrzeuge in der Stunde den Bereich, wobei die Fahrbeziehungen aus dem Nordosten in den Nordwesten als auch aus dem Nordosten in den Südwesten sowie analog dazu die Gegenrichtungen als am stärksten belastet gelten.

Einzige Alternative zu einem Mini-Kreisverkehr wäre aus Sicht der Gutachter eine Änderung der Vorfahrtsregelung. Zugunsten des Rad- und Fußverkehrs, aber auch im Hinblick auf günstigere Verkehrsqualitäten sprachen sich die Arbeitskreismitglieder für einen Mini-Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 20 Metern aus, der nach Berechnungen der Mitarbeiter des Büros SHP Ingenieure an dem Knotenpunkt durchaus umsetzbar wäre; vorausgesetzt, die Mitte des Kreisverkehrs wird überfahrbar gestaltet.

Die Freien Wähler hatten 2016 die Einrichtung eines Kreisverkehrs mit Ausmaßen ähnlich dem am Kaufhaus Ranck angeregt.

„Meisten Flächen Eigentum der Stadt“

„Mit Grundstückszukäufen müsste das problemlos möglich sein“, sagte Uwe Overhoff während der Zusammenkunft des Arbeitskreises Ende vergangener Woche. „Die meisten Flächen sind Eigentum der Stadt.“

Wobei die „überfahrbare Mini-Lösung“ für Sebastian Bönsch (CDU) durchaus Charme in sich berge: „Wir dürfen den Schwerlastverkehr nicht vergessen.“ Andreas Albers (SPD): „Davon ist im Westen wesentlich mehr unterwegs als oben bei Ranck. Das können wir nicht unterbinden.“ Bönsch: „Das wäre nicht zielführend.“ Overhoff: „Die Frage ist, ob man den Schwerlastverkehr grundsätzlich zulassen will.“

Einigkeit herrschte im Arbeitskreiskreis, mögliche Arbeiten am Knotenpunkt mit den Energieversorgern abzustimmen. „Um Synergien zu erzeugen und damit Kosten zu sparen“, wie Elisabeth Wamhoff (SPD) zusammenfasste. Mario Pschunder (CDU) forderte auf, bei Detailplanungen auch mögliche Weiterentwicklungen des Mittelzentrums zu berücksichtigen. „Wenn die Stadt in Richtung Westen wächst, muss der Kreisverkehr auch in der Lage sein, zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.“

Neben den Verwaltungsvertretern Wiebke Blohm und Nicole Kossinna sowie den Ratsmitgliedern Wamhoff, Albers, Bönsch, Overhoff und Pschunder arbeiten deren Ratskollegen Hermann Schröder (Gruppe Die Grünen / Die Partei) und Walter Legler (Gruppe FDP / Bürger erreichen) in dem Arbeitskreis mit.

oti

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