Sulingen: Arbeiten zum Neubau des Berufsbildungszentrums beginnen

„Toller Plan – im Plan“

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„Es ist ein toller Plan – und wir sind im Plan“, sagt Landrat Cord Bockhop. Gemeinsam mit dem Leiter des Fachbereiches Bildung, Oliver Netzband, und Bürgermeister Dirk Rauschkolb besuchte er die „Baustelle Berufsbildungszentrum“.

Sulingen - „Es ist ein toller Plan – und wir sind im Plan.“ Ein klein wenig Stolz schwingt in der Stimme von Landrat Cord Bockhop mit. Der Landrat hatte sich mit Sulingens Bürgermeister Dirk Rauschkolb und Oliver Netzband, dem Leiter des Fachdienstes Bildung des Landkreises, auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup an der Bogenstraße verabredet. Schon am Montag begannen die Arbeiten zum Neubau mit dem Abriss der ersten Teile des Altgebäudes.

Voraussichtlich investiert der Landkreis einen achtstelligen Betrag in den Neubau. Bockhop sieht das Projekt als Teil eines Gesamtkonzeptes. „Gemeinsam mit der Stadt Sulingen sind wir dabei, eine neue Schullandschaft aufzubauen; jeder in seiner Verantwortung – und doch zusammen“, sagte der Landrat mit Blick auf den geplanten Umzug der städtischen Grundschule in die ehemals von der Realschule genutzten Räumlichkeiten an der Straße Am Deepenpool und der dann folgenden Umnutzung der Grundschule Schmelingstraße; unter anderem für das Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises (wir berichteten). Sulingens Bürgermeister Rauschkolb: „Wir waren uns sicherlich nicht immer in allen Punkten einig, haben aber inzwischen das ein oder andere Problem gelöst.“

Für das Projekt Neubau hatte der Kreistag in der Summe elf Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „10,5 Millionen Euro für den Bau, eine halbe Million Euro für die Inneneinrichtung“, weiß Oliver Netzband. Etwaige Kostenexplosionen schließen Bockhop und Netzband aus. „Wir haben nicht den Ehrgeiz, Geld auszugeben, sondern eine Schule zu bauen“, so Bockhop. Gegenüber den Architekten habe man das Investitionsvolumen bei zehn Millionen Euro abgeriegelt. „Wir haben also noch einen Puffer von einer halben Million Euro.“ Die Schule habe signalisiert, einen Teil der Maschinen aus dem Bestand nach Fertigstellung des Neubaus weiter nutzen zu können. „Wir werden also auch die veranschlagten 500000 Euro für die Einrichtung nicht ausschöpfen.“

Dem Beginn der Abrissarbeiten mit der Baustelleneinrichtung war Anfang des Monats der Beginn der Schadstoffsanierung vorausgegangen. Bockhop: „Mit dem Bauzaun und den Containern wird für die Bürger jetzt sichtbar: Hier passiert was.“ Die unmittelbaren Anlieger bittet er für etwaige Unannehmlichkeiten um Verständnis. „Ende 2016 werden wir komplett fertig sein. Das wird danach wunderschön.“

Um den Zeitplan einzuhalten, seien laut Oliver Netzband regelmäßige Zusammenkünfte mit den Architekten und den Mitarbeitern des Fachdienstes vereinbart worden. „Wir treffen uns wöchentlich.“

Aufgabe des Büros „bks Architekten“ ist, die Lernfelder Hauswirtschaft und Altenpflege, Wirtschaft und Verwaltung, Landwirtschaft, Bautechnik, Schuhfertiger, Gartenbau und Tierpflege sowie die Schulverwaltung und einen Multifunktionsraum unterzubringen.

Im dreigeschossigen Teil des ehemals von „Lloyd Shoes” genutzten Verwaltungsgebäudes sollen demnach weiterhin die Schulverwaltung und der Fachbereich Wirtschaft angesiedelt sein. Die angrenzende Lagerhalle wird zurückgebaut und zukünftig als Multifunktionsraum für die Lernfelder Landwirtschaft, Gartenbau und Bautechnik genutzt.

Zur Realisierung des Schulneubaus soll an der Bogenstraße ein zweigeschossiger, in seiner Grundfläche amorph geformter Baukörper entstehen. Die Pausenhalle mit Bühne, Sitzstufen, Emporen und Kommunikationsbereichen wird in der Mitte des Neubaus platziert. Die Klassenräume gruppieren sich auf zwei Ebenen um dieses Zentrum herum.

Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt etwa 3300 Quadratmeter. Die äußere Gestaltung des Baukörpers wird stark durch seine amorphe Grundform geprägt, die dem Bau vor dem Hintergrund des Mühlenhofparks eine Art Leichtigkeit verleihen soll.

oti

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