„Suleracker“ im Provisorium

Stadt Sulingen richtet neue Krippengruppe an Von-Moltke-Straße ein

Fünf Damen betreuen die „Suleracker“: Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs Allgemeines und Soziales, mit Kerstin Boden, Mira Hocke, Anke Lengauer, Vera Brozkiewicz, Krippenleiterin Samira Müller und Bürgermeister Dirk Rauschkolb (von links). Foto: Behling
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Fünf Damen betreuen die „Suleracker“: Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs Allgemeines und Soziales, mit Kerstin Boden, Mira Hocke, Anke Lengauer, Vera Brozkiewicz, Krippenleiterin Samira Müller und Bürgermeister Dirk Rauschkolb (von links).

Sulingen - Nach der Von-Moltke-Straße gefragt müssen wohl auch viele alteingesessene Sulinger passen, schließlich ist der Abzweig der Anne-Frank-Straße im Baugebiet „Linderner Straße IV“ noch im Werden. Schon fertig ist hier unter anderem ein Doppelhaus, dessen rechte Hälfte - Nummer 17 b - die Stadt Sulingen angemietet hat: Es ist übergangsweise die Heimstatt der neuen Krippe „Suleracker“, die vor drei Wochen den Betrieb aufnahm. Provisorisch wirkt allenfalls der Außenbereich, innen wurde die eigentlich als Wohnung gedachte Doppelhaushälfte an die Bedürfnisse der maximal 15 Ein- bis Dreijährigen und des Teams beziehungsweise an die Vorgaben des Kultusministeriums angepasst.

„Die Anschlüsse der offenen Wohnküche wurden verkleidet und in den Nebenraum versetzt, wo jetzt eine kleine Küche für uns zur Verfügung steht“, erläutert Krippenleiterin Samira Müller. Sie war zuvor in einer Einrichtung der Lebenshilfe tätig, ist seit Anfang Dezember bei der Stadt Sulingen angestellt und konnte den Umbau vor Ort mit den Handwerkern abstimmen sowie die Einrichtung begleiten. Im Badezimmer sind ein kleinkindgerechtes Waschbecken und eine Toilette installiert, die Otto Nolte mit Geländer und Stufen versah. Nicht die einzige Spezialausstattung, die der „Handwerker-Opa“, der ehrenamtlich die Kindertagesstätte „Ratz & Rübe“ unterstützt, für die Suleracker realisiert hat: An die Fenster im Gruppenraum (eigentlich das Wohnzimmer) zur Straße hin baute er ein Podest, damit die Kleinen rausgucken, ihren Eltern zuzuwinken und die Bauarbeiten auf den Nachbargrundstücken verfolgen können. Keine Umbauten waren für den Mitarbeiterraum erforderlich, auch nicht für den Schlafraum; dass der im Obergeschoss liegt, ist allerdings suboptimal.

In Kürze soll auch ein Schild auf die neue Krippeneinrichtung an der Von-Moltke-Straße hinweisen. Foto: Behling

„Wir haben ja händeringend nach Räumlichkeiten gesucht und verschiedene Objekte in Augenschein genommen“, erinnert Birgit Dullin, Leiterin des Fachbereichs Allgemeines und Soziales der Stadt, die am Montag mit Bürgermeister Dirk Rauschkolb die Krippe besucht. „Bestimmte Vorgaben müssen erfüllt werden, beispielsweise die Mindestgröße des Gruppenraums - und das war bei keinem einzigen Objekt der Fall.“ Auf die Doppelhaushälfte habe dann Andreas Körner von der „casa“ Baubetreuung die Verwaltung aufmerksam gemacht. Das Kultusministerium hat zugestimmt, dass das Gebäude für die Krippe genutzt wird - vorübergehend. Ob durch einen Neubau oder die Umnutzung der Grundschul-Außenstelle im Bürgerpark Krippenplätze geschaffen werden, hat der Stadtrat noch nicht entschieden (wir berichteten). Ursprünglich hatte es im vergangenen Jahr so ausgesehen, als ob zwei weitere Krippengruppen benötigt werden. Die von der Stadt gemieteten Räume in der Kinderbetreuungseinrichtung „Wichtelgarten“ wurden dann aber doch nicht mehr benötigt.

Für Kleinkinder geeignete Sanitärausstattung wurde installiert - die „Thronstufen“hat Otto Nolte gebaut. Foto: Behling

„Zurzeit sind vier Kinder bei uns, die nächsten fünf werden im Februar eingewöhnt. Bis zum Sommer ist die Gruppe ,gefüllt‘“, kündigt Samira Müller an. Zu ihrem Team gehören die Erzieherinnen Kerstin Boden, Mira Hocke und Vera Brozkiewicz sowie Sozialassistentin Anke Lengauer. Die Betreuungszeiten liegen zwischen 7.30 und 15 Uhr, das Mittagessen bekommen die Suleracker geliefert.

Birgit Dullin verweist auf die zurzeit laufende Bedarfsabfrage für das kommende Kindergartenjahr: „So, wie es im Moment aussieht, werden wir wohl erst einmal genügend Krippenplätze haben“, formuliert sie vorsichtig, „aber weiteren Bedarf bei den Kindergartenplätzen - da könnte es durchaus sein, dass wir eine zusätzliche Gruppe einrichten müssen.“  ab

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