Auszubildende initiieren Projekt

Auf der Suche nach dem „Einzelhandel der Zukunft“

Führten die Umfrage in Sulingen durch: Sirin Uzma, Lea Meyer, Tamara Verbarg, Rabea Verbarg, Sina Renneberg und Lehrer Philipp Warnath. Foto: Schlotmann

Sulingen – Heute beginnen die 27 Auszubildenden zur Kauffrau beziehungsweise zum Kaufmann im Einzelhandel im dritten Lehrjahr während des Berufsschulunterrichtes mit der Auswertung ihrer Umfragen: Seit Schuljahresbeginn beschäftigen sich die jungen Frauen und Männer mit der Zukunft des Lebensmittel-Einzelhandels im ländlich strukturierten Raum.

„Einzelhandel der Zukunft“, erklärt Philipp Warnath, Lehrer am Schulstandort Sulingen des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup. „Die Umfragen vor Ort und die auf den Online-Portalen sind wichtige Bausteine des Projektes.“

Die Umfragebögen hatten die Schülerinnen und Schüler selbst entwickelt. Neben persönlichen Daten der Umfrageteilnehmer erkundigen sie sich unter anderem nach Einkaufsverhalten, der Nutzung unterschiedlicher Zahlungsmethoden, nach der Akzeptanz von Bestell-Portalen im Internet oder auch Bringdiensten.

Philipp Warnath: „Parallel läuft die Online-Recherche durch die Schülerinnen und Schüler.“ Sie recherchieren auch die Entwicklungen von Zahlungsmöglichkeiten, die Entwicklung des Online-Handels. „Im Ergebnis wollen wir prognostizieren, wie in zehn Jahren der Einzelhandel aussehen kann.“

Der Mitarbeiter des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup mit Blick auf die Umfragen: „Wir hoffen, am Ende auf über 1 000 Teilnehmer zu kommen, damit die Umfrage auch repräsentativ ist.“ Vorgesehen sei, zum Abschluss des Projektes die Umfrageergebnisse, aber auch die Prognosen, die die Auszubildenden aus ihren Rechercheergbenisse ableiten, den Ausbildungsbetrieben und gegebenenfalls der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Die Vor-Ort-Umfragen führten die Auszubildenden an sieben Standorten im Südkreis Diepholz durch. Sie platzierten sich an zwei Einzelhandelsbetrieben im Mittelzentrum Sulingen, genauso in Borstel, und an jeweils zwei Standorten in Diepholz und in Lemförde.

Lea Meyer, Auszubildende der Drogerie Rossmann in Sulingen: „Wir haben bei der Ausarbeitung der Fragen darauf geachtet, dass wir welche wählen, die auch jeder beantworten kann.“ Die Umfragepartner seien sehr interessiert. Die 21-Jährige zum Projekt in Gänze: „Der Anfang lief ein wenig schleppend, doch dann kam Schwung rein. Mit der Neugierde kommt auch der Spaß.“

Lea Meyer sieht schon im Prozess einen Lernerfolg: „Das nächste Mal sollten wir konkreter fragen, die Fragen selbst auch kürzer gestalten.“ Neue Erkenntnisse hätten die Schülerinnen und Schüler während der Vor-Ort-Umfrage auch gewonnen: „Viele Kunden legen wert darauf, auch weiter mit Bargeld bezahlen zu können“, lautet ein Ergebnis der persönlichen Zwischenbilanz von Lea Meyer. Und: „Dass das Angebot regionaler Produkte den älteren Mitbürgern sehr wichtig ist, hätte ich auch nicht gedacht.“

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