Revierförsterei Erdmannshausen

Sturmtief Xavier wirkt sich auf Holzeinschlag aus

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Maschinenführer Harm Winsemann (links) und Revierförster Peter Braunert am Mittwoch im Sudwalder Gehege mit dem Harvester – der könnte durchaus noch eingesetzt werden, die Rückezüge für den Abtransport des Holzes allerdings würden den aufgeweichten Waldboden und die Wege zu stark in Mitleidenschaft nehmen, erläutert Braunert, warum der Holzeinschlag bis auf Weiteres ruht.

Sulinger Land - Zwangspause für den Holzeinschlag 2017/2018 in der Revierförsterei Erdmannshausen: Das Team „ernetet“ derzeit im Sudwalder Gehege, aber am Mittwochvormittag ist bis auf Weiteres Schluss. Grund ist weniger der für den Nachmittag angekündigte Sturmwind, vielmehr das anhaltende Regenwetter: Der Harvester könnte durchaus noch eingesetzt werden, die Rückezüge für den Abtransport des Holzes allerdings würden den aufgeweichten Waldboden und die Wege zu stark in Mitleidenschaft nehmen, erläutert Revierförster Peter Braunert.

„Wir müssen jetzt abwarten – bis es deutlich trockener wird oder Frost kommt.“ Dabei hat das Wetter diesmal ohnehin schon Einfluss auf die gesamte Saison: Sturmtief Xavier wirkt nach. „Wir arbeiten den Windwurf auf“, erläutert Braunert. Der Holzeinschlag begann im September, die Stämme waren allerdings noch nicht gerückt, als im Oktober der Sturm Bäume darauf gekippt hat. Dann galt es erst einmal zu beseitigen, was ungeplant gefällt wurde.

„Das Holz lässt sich überwiegend noch vermarkten“, der Revierförster deutet auf eine gewaltige Buche: Sie wurde komplett entwurzelt, der Stamm ist völlig intakt. „Zum Teil sind die Bäume aber gesplittert“, ein Beispiel dafür findet sich nur wenige Meter weiter. „Wenn von Eichen und Buchen keine Gefahr ausgeht, lassen wir sie an Wegen stehen, für Totholzinsekten.“ 

3.500 Festmeter durch den Windwurf „gedeckt“

Von den 7.700 Festmetern an Holz, die eigentlich in der Hahnhorst bei Schwaförden, in Hardenborstel, im Rathloser Gehege, im Schwafördener Oberwald, im Nechtelser Holz und im Sudwalder Gehege geschlagen werden sollten, werden 3.500 durch den Windwurf „gedeckt“, schätzt  Peter Braunert.

So vielfältig wie die Baumarten in der Revierförsterei Erdmannshausen sind die Verwendungszwecke des Holzes – für Paletten, als Industrieholz, als Bauholz, für die Möbelproduktion, ein größerer Anteil geht in den Export nach China. Und ein Teil ist eigentlich stets für die öffentliche Brennholzversteigerung für Kleinabnehmer, traditionell am zweiten Samstag im Januar, gedacht.

Diesmal keine Brennholzauktion

In diesem Jahr gibt es allerdings keine Brennholzauktion in der Revierförsterei, „das kriegen wir nicht hin. Aber wer Kleinmengen, also zwischen fünf und 15 Raummetern, bestellen möchte, kann sich gerne bei mir oder im Forstamt melden“, bietet Peter Braunert an. Zu erreichen ist er unter Tel. 0 42 77 /9 61 05 und Tel. 01 70 /2 26 05 30. - ab

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