Aussteller und Gäste aus dem Bundesgebiet

Sulinger Wolle-Fest: Strickszene pilgert an Stadtsee

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Die Gäste nutzten viele Plätze des Ausstellungsgeländes nicht nur zum Fachsimpeln, sondern auch zum Probestricken.

Sulingen - Pferdchen, Ziegenbock, Maus, Froschkönig oder Josef und Maria mit Jesuskind: Die Strickfiguren von Steffi Hochfellner („cats & hats“) waren auf dem Sulinger „Wolle-Fest“ am Samstag und Sonntag absolute Hingucker.

„Sie sind unverkäuflich, aber man kann Anleitungen bekommen“, sagte die Strick-Designerin. Ihr Versprechen: „Die Anweisungen sind so formuliert, dass keine Fragen offen bleiben – das haben mir auch Anfänger bestätigt.“ Die Hamburgerin war eine von 30 Anbietern der Messe, zu der Regina Hoier am Wochenende in Kooperation mit Gastronomin Dörte Knake in den Garten des Cafés am Stadtsee eingeladen hatte. Die vierte Auflage zog Aussteller und Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet. Als hätte die Strick-Szene nur darauf gewartet, war das Gelände schon zum Start am Samstagvormittag „rappelvoll“.

Die Veranstaltung in der Sulestadt hat sich einen guten Namen gemacht. „Sie ist nicht so groß wie das Wollfest in Leipzig, dafür sind hier die Kontakte zu den Kunden intensiver“, stellte Randi Hörner („inwollviert“) aus Bad Freienwalde bei Berlin fest. Sie hat Kleider und Jacken entworfen, die mehr Kunstwerke als Kleidungsstück sind. Hörner ist Verfechterin des Strickens „frei nach Schnauze“, das sie Interessierten in Form von Workshops vermittelt.

Die Strickfiguren von Steffi Hochfellner waren absolute Hingucker – sie sind unverkäuflich, aber von der Strick-Designerin konnte man die Anleitungen bekommen.

Ob Profi- oder Gelegenheitsstricker(in): Jeder kam am Wochenende auf seine Kosten. Da gute Fachgeschäfte mittlerweile dünn gesät sind, deckten sich die Besucher mit Material ein: Wolle und Garne waren in allen denkbaren Qualitäten erhältlich – pflanzen- oder säuregefärbt, handgesponnen oder als Rohwolle. Eine Besonderheit stellten die Dümmerland-Alpakas dar, die als lebende Lieferanten charmant für ihre schmutzabweisende, geruchslose und nicht fettende Wolle warben.

Uwe und Angela Matthes haben sich auf die steigende Nachfrage an Handspindeln eingestellt: Sie hatten sie in allen denkbaren Varianten im Angebot. „Neben der Optik ist das Gewicht entscheidend“, erklärte Uwe Matthes mit Blick auf die Schmuckstücke aus Oliven-, Apfel-, Ahorn- oder Haselnussholz. Er verarbeitet in seiner Drechselwerkstatt rund 100 unterschiedliche Holzarten.

Die Harfenistin Lydia Burghart fand ihren Platz unter dem stattlichen Walnussbaum und sorgte für die musikalische Unterhaltung der Gäste, die an vielen Plätzen des Ausstellungsgeländes fachsimpelten und probestrickten. Auch die Aussteller nahmen die Gelegenheit wahr, untereinander Kontakte zu pflegen. Katja Hauger freute sich über die „Signalwirkung“ ihrer knallig-bunten Wolle. „Ich mag kräftige Farben“, betonte die Anbieterin aus Stolzenau, die zum ersten Mal den Weg nach Sulingen gefunden hatte. In den kurzen „Verkaufspausen“ tauschte sie mit ihrer Standnachbarin Kerstin Leonhard aus Silberstedt bei Husum Erfahrungen aus. „Gespräche mit Kunden sind wichtig, aber auch mit Kollegen.“

Regina Hoier und Dörte Knake können das Wolle-Fest als vollen Erfolg verbuchen. Die Frage nach einer Neuauflage beantwortet sich damit fast von selbst.

mks

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